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Halbjahreszahlen Stahlbranche: Coronakrise sorgt auch bei Salzgitter für Verluste

Das erste Halbjahr endet für den Stahlkonzern tief im Minus. Aber: Der Höhepunkt der Krise dürfte erreicht sein – die Prognose wird weniger schlimm.
22.07.2020 - 19:50 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen verzeichnet hohe Verluste, geht aber auch davon aus, dass das Schlimmste erst einmal vorbei ist. Quelle: dpa
Produktion bei Salzgitter

Das Unternehmen verzeichnet hohe Verluste, geht aber auch davon aus, dass das Schlimmste erst einmal vorbei ist.

(Foto: dpa)

Salzgitter Der Stahlkonzern Salzgitter ist im ersten Halbjahr wegen der Corona-Pandemie in die Verlustzone gerutscht. So lag der Fehlbetrag vor Steuern bei 127,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwochabend anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Im Vorjahr hatte Salzgitter noch einen Gewinn von 145,3 Millionen Euro erzielt.

Die Gesellschaften des Konzerns hätten einen Rückgang der Auslastung von zehn bis zu 70 Prozent im zweiten Quartal hinnehmen müssen, hieß es nun. Das Management gehe davon aus, dass das zweite und das dritte Quartal den Tiefpunkt der Krise markieren dürften. Das Unternehmen konkretisierte daher seine Prognose für das laufende Jahr.

So erwartet Salzgitter nun einen Vorsteuerverlust im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Bislang war der Konkurrent von Thyssen-Krupp von einem Fehlbetrag „in beträchtlicher, sehr wahrscheinlich dreistelliger“ Millionen-Euro-Größenordnung ausgegangen. Wegen der anhaltenden Unsicherheit ist Salzgitter zufolge derzeit keine genauere Prognose möglich. Weitere Einzelheiten will das Unternehmen am 12. August veröffentlichen.

Mehr: Europas Stahlkocher flüchten sich in Fusionen

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