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Halbleitermangel Elektronikindustrie fordert bessere Förderung für neue Chipfabriken

Mikroprozessoren zählen zu den wichtigsten Vorprodukten der Elektroindustrie. Der Verbandschef setzt sich daher für ein besseres Investitionsklima ein.
17.02.2021 - 03:44 Uhr Kommentieren
Die Bundesregierung will für die Ansiedelung moderner Chipfabriken in Europa in den nächsten Jahren mehrere Milliarden Euro an Fördergeldern bereitstellen. Quelle: Bloomberg via Getty Images
Produktion von Infineon in Regensburg

Die Bundesregierung will für die Ansiedelung moderner Chipfabriken in Europa in den nächsten Jahren mehrere Milliarden Euro an Fördergeldern bereitstellen.

(Foto: Bloomberg via Getty Images)

Düsseldorf Die Versorgung mit Mikrochips ist für die deutsche Elektronikindustrie essenziell. Ob in der Automatisierungstechnik, der Batteriefertigung, bei Haushaltsgeräten: In nahezu jedem Segment, das der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) vertritt, zählen Halbleiter zu den wichtigsten Vorprodukten.

Entsprechend aufmerksam verfolgt ZVEI-Geschäftsführer Wolfgang Weber den aktuellen Engpass, der bislang vor allem Hersteller von Automobilen und Unterhaltungselektronik betrifft. Er konstatiert: „Zurzeit sind die Kapazitäten voll ausgelastet. Wir sehen aber, dass die Hersteller bereit sind, in neue Anlagen zu investieren.“

Um einen größeren Teil der Wertschöpfung in Europa anzusiedeln, fordert Weber – auch mit Blick auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China – eine stärkere öffentliche Förderung für den Aufbau von Produktionskapazitäten in der EU. „Im Sinne der technologischen Souveränität gegenüber den USA und Asien muss Europa die Investitionsbedingungen für die Chipherstellung verbessern“, sagte Weber im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Dabei sei das sogenannte IPCEI-Programm („Important Project of Common European Interest“), in dessen Rahmen die EU Projekte von gemeinsamem europäischen Interesse fördert, aus Sicht des ZVEI ein „wichtiges Instrument“.

Als Positivbeispiel nannte Weber hier etwa die Batteriezellfertigung, bei der die IPCEI-Förderung tatsächlich dazu geführt hat, dass Hersteller neue Werke in der EU aufbauen. Dennoch sieht der Verband noch Nachholbedarf – etwa bei „den hohen Energiekosten, vor allem in Deutschland“.

Die Bundesregierung will für die Ansiedelung moderner Chipfabriken in Europa in den nächsten Jahren mehrere Milliarden Euro an Fördergeldern bereitstellen – und hofft, inklusive der Investitionsbeiträge der Hersteller bis zu 50 Milliarden Euro zu mobilisieren.

Der Fokus soll dabei nach Wunsch von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf Mikroelektronik liegen, die für den Einsatz in 5G- und 6G-Funknetzen entwickelt wird. Unternehmen sollen nun bis Anfang März erste Investitionspläne beim Bundeswirtschaftsministerium einreichen.

Innovationen wie 5G und Edge-Computing treiben Bedarf

In der Frage der Halbleiterversorgung hat die Elektroindustrie vor allem die langfristige Entwicklung im Blick. Denn Experten rechnen damit, dass der Bedarf etwa an Leistungshalbleitern, wie sie etwa in der Automatisierung benötigt werden, durch die weitere Verbreitung der Elektromobilität deutlich steigen wird.

Auch in anderen Feldern rechnet ZVEI-Geschäftsführer Weber nicht mit einer Abschwächung: „Der Bedarf an Halbleitern und Mikrochips steigt kontinuierlich“, so der Verbandschef. „Das wird auch so bleiben: Technologien wie Edge-Computing, 5G oder die Elektromobilität sind dabei maßgebliche Treiber.“

Mehr: Drastischer Mangel an Ressourcen bremst den Aufschwung aus

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