CATL: Lithium-Aktien steigen deutlich nach Minenschließung
Frankfurt, Jiangxi. Die Lithiumpreise sind am Montag deutlich gestiegen, nachdem der Batterieriese CATL den Betrieb einer großen Mine in China einstellte. Laut der Bank of America (BofA) macht die Mine etwa sechs Prozent der weltweiten Produktion aus.
Marktteilnehmer befürchten nun, dass auch weitere Projekte in der Nähe der CATL-Mine gestoppt werden könnten. Yichun, wo sich die Mine befindet, ist Chinas Lithiumzentrum. Andere Minen vor Ort machen laut BofA weitere fünf Prozent der weltweiten Produktion aus.
Hintergrund der Schließung könnte die sogenannte Anti-Involution-Kampagne der chinesischen Regierung sein, mit der gegen Überkapazitäten in einer Reihe von Branchen vorgegangen werden soll.
Die Volksrepublik hatte in den Jahren zuvor bewusst in der Rohstoffproduktion Überkapazitäten aufgebaut, sowohl im Bergbau als auch in der Weiterverarbeitung. Auf diese Weise konnte sich China eine Monopolstellung bei vielen Rohstoffen sichern und den Weltmarkt versorgen. Für westliche Produzenten lohnte sich ein Markteintritt nicht mehr, die Marktmacht Chinas nahm zu.
Nun nutzt Peking seine Rohstoffmacht als geopolitische Waffe. Mit welchen Folgen, zeigt das Beispiel schwere seltene Erden: Seitdem China diese im April auf seine Exportkontrollliste gesetzt hat, werden die Vorräte im Westen knapper und erste Fließbänder drohen stillzustehen.