Wasserstoff: So teuer ist der Import für Deutschland
Der Transport von Wasserstoff über lange Strecken ist kompliziert.
Foto: mauritius images / Miguel Perfectti / Alamy / Alamy Stock PhotosDüsseldorf. Deutschland braucht in wenigen Jahren gewaltige Mengen Wasserstoff. Energieintensive Industrien suchen nach Alternativen zu Öl und Gas. Allein die heimische Erzeugungsleistung soll laut der neuen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 auf zehn Gigawatt steigen, also doppelt so hoch sein wie heute.
Doch um ihre Klimaziele zu erreichen, werden Industriestaaten wie Japan oder Deutschland auch viel grünen Wasserstoff importieren müssen. Die Kosten des Transports entscheiden darum auch über die Wettbewerbsfähigkeit.
Der „RepowerEU“-Plan der Europäischen Kommission sieht vor, bis 2030 jährlich zehn Millionen Tonnen Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen in die EU zu importieren. Grüner Wasserstoff soll vor allem dort produziert werden, wo Energie aus Sonne und Wind günstig zu erzeugen ist.
Das Problem: Wasserstoff in Reinform ist hochentzündlich, sehr leicht und kann nur mit größerem Aufwand gespeichert und transportiert werden. Neue Ideen sollen den Transport erleichtern und günstiger machen: von Bindemitteln, die Wasserstoff aufsaugen wie ein trockener Schwamm, bis zu kleinen Robotern, die Erdgasleitungen mit Kunststoffverbindungen auskleiden. Doch viele Transportmöglichkeiten stehen im industriellen Maßstab noch nicht zur Verfügung.