Zulieferer: ZF, Bosch und Vitesco zieht es immer stärker nach China
Rund 40 Prozent des China-Umsatzes von ZF kommt von chinesischen Autoherstellern.
Foto: dpaShanghai, Düsseldorf, Stuttgart. Für die deutschen Autobauer verdüstern sich die Perspektiven in China. Sie verlieren Marktanteile an heimische Autohersteller. VW hat beim Absatz im ersten Quartal die Spitzenposition in China an BYD abgegeben.
Ganz anders sieht es bei den Autozulieferern aus. Sie kommen im größten Elektroautomarkt der Welt immer besser ins Geschäft. „Wir haben ein breites Portfolio und bieten es allen Marktteilnehmern vor Ort an“, sagte ZF-Chef Holger Klein dem Handelsblatt. ZF zählt immer mehr chinesische Autohersteller zu den Kunden. „Inzwischen machen chinesische Hersteller 40 Prozent unseres China-Umsatzes aus“, sagt Klein. Seine 800-Volt-Leistungselektronik für schnelles Laden baut ZF in Topmodelle der chinesischen Autobauer ein. Auch bei der neuen vollelektrischen Lenkung ist beispielsweise Nio chinesischer Erstkunde.
Das Geschäft in China ändert sich für die Zulieferer fundamental. Jahrzehntelang hatten deutsche Autobauer Fahrzeuge für den chinesischen Markt gebaut und die Zulieferer sie mit Teilen versorgt. Mit der Elektromobilität gewinnen chinesische Autobauer immer mehr Marktanteile. In den Auftragsbüchern von ZF, Bosch und Vitesco nehmen neue Marken wie Nio, Zeekr und Hiphi immer mehr Platz ein.