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Building TechnologiesBosch will Sparte mit 4300 Mitarbeitern verkaufen

Der Konzern will sich von Überwachungskameras und Zutrittskontrollsystemen trennen und bestätigt einen Handelsblatt-Bericht. Die ungewöhnliche Kommunikation legt eine Vermutung nahe.Martin-W. Buchenau, Arno Schütze 26.10.2023 - 18:06 Uhr Artikel anhören

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch erwägt offenbar einer Trennung vom Geschäft mit Überwachungskameras und Brandmeldern.

Foto: dpa

Stuttgart, Frankfurt. Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch trimmt sein Portfolio. Der Großteil des Produktgeschäfts der erst vor fünf Jahren gegründeten Geschäftseinheit Building Technologies soll verkauft werden, teilte der Stiftungskonzern mit. Bosch bestätigt damit einen Bericht des Handelsblatts von Ende September.

Building Technologies erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Bosch hatte den Bereich erst im Juli mit dem Zukauf des US-Unternehmens Paladin Technologies um 1500 Beschäftigte und 400 Millionen Euro Umsatz erweitert.

Abgegeben werden die drei Produktbereiche Videosysteme, Zutrittskontrollsysteme und Einbruchmeldeanlagen sowie Kommunikationssysteme mit rund 4300 Mitarbeitenden an mehr als 90 Standorten weltweit. Bosch sucht einen Käufer, der alle drei Produktbereiche mit ihren Beschäftigten und Standorten übernimmt. Dass Bosch die Pläne jetzt öffentlich macht, liegt nach Ansicht einer Sprecherin an der parallelen Kommunikation der Mitarbeiter. Es lässt aber auch vermuten, dass ein Komplettverkauf der drei Bereiche wohl nicht ganz einfach wird. Gewöhnlich äußert sich Bosch lieber erst, wenn ein Käufer gefunden ist.

Der Bereich Brandmelder soll indes in das verbleibende Systemintegrationsgeschäft eingegliedert und fortgeführt werden. Bosch will sich in der Sparte auf Lösungen und Dienstleistungen für Gebäudesicherheit, Energieeffizienz und Gebäudeautomation konzentrieren. „Wir wollen zu den weltweit führenden Anbietern für Systemintegration in der Gebäudetechnik aufsteigen und die hohen Wachstumschancen in diesem Markt ergreifen“, sagte Boschs Vizechef Christian Fischer. Dazu müssten die Kräfte gebündelt werden. Er zeigte sich überzeugt, einen Käufer für das Produktgeschäft zu finden. Nach Informationen des Handelsblatts gibt es zumindest für Teilbereiche wie die Überwachungskameras durchaus Interessenten.

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