Weltmarktführer: Prothesen für die Paralympics – Ottobock hilft und profitiert
Paris. Jeff Waldmuller steht in einem Haus des Olympischen Dorfs nördlich von Paris, er trägt eine Prothese unter dem rechten Knie. Für den 40-jährigen Amerikaner sind es die zweiten Paralympischen Sommerspiele, auch in Tokio vor drei Jahren war er dabei. Waldmuller absolviert gerne einen Triathlon, aber seine Disziplinen bei den Paralympics sind andere: Sägen, Schrauben, Schweißen, Fräsen.
Der Orthopädietechniker arbeitet in der Werkstatt von Ottobock auf dem Gelände des Olympischen Dorfs. Seit mehr als 30 Jahren unterstützt die deutsche Medizintechnikfirma paralympische Athleten, seit 2005 auch als offizieller Partner des Internationalen Paralympischen Komitees.
Für die meisten Olympia-Sponsoren geht es vor allem um reines Marketing, für Ottobock kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Die Produkte des Unternehmens aus Duderstadt machen Hochleistungssport für Behinderte überhaupt erst möglich.
Waldmuller, der eigentlich in der Entwicklungsabteilung des Unternehmens arbeitet, fährt in Paris daher einen Sondereinsatz. Hier ist er vor allem Pannenhelfer für Athleten. Wenn ihre Prothesen oder Rollstühle defekt sind, greift Waldmuller ein. Dazu betreibt Ottobock neben der Hauptwerkstatt auch 14 Außenstellen direkt an den Wettkampfstätten in Paris.