Quantencomputer: Terra Quantum leidet unter Streit zwischen Chef und Investoren
Düsseldorf. Es begann als Zoom-Call – und endete als Ultimatum. Als sich Markus Pflitsch am 15. April mit seinen Investoren zusammenschaltete, war er CEO der Terra Quantum AG und – in seinen Augen – auf dem Weg zum Milliardär. 25 Minuten später sah Pflitsch seinen Traum in Gefahr.
Auf der anderen Seite des Gesprächs: Klaus Hommels, der Gründer des Risikokapitalfonds Lakestar, Lakestar-Partner Stephen Nundy und Wolfgang Essler, der Geschäftsführer von Athos, einer Beteiligungsgesellschaft der Strüngmann-Brüder – bekannt als Gründer des Pharmaunternehmens Hexal.
Alle drei sollen am Nachmittag des 15. April eine klare Botschaft an Pflitsch gerichtet haben: Entweder er trete als CEO des von ihm gegründeten Unternehmens zurück – oder sie würden „bei der nächsten Verwaltungsratssitzung eine Abstimmung gegen die Fortführung des Unternehmens einleiten“.
Die angeblich geäußerten Worte stammen aus Dokumenten, die unter Investoren von Terra Quantum zirkulieren. Die Anteilseigner sind gleichermaßen Zeugen und Leidtragende einer Schlammschlacht, wie sie die Start-up-Szene vermutlich noch nicht erlebt hat. Alle Seiten überziehen sich mit eklatanten Vorwürfen – bis hin zu strafrechtlich relevanten Anschuldigungen.