Pharma: Bayer startet „erheblichen Personalabbau“ – Keine schnelle Aufspaltung in Sicht
Düsseldorf. Bayer-Chef Bill Anderson hat bei seinem angekündigten, radikalen Umbauplan für die Konzern-Organisation einen entscheidenden Schritt gemacht. Der Vorstand einigte sich mit dem Betriebsrat auf die Grundzüge eines Programms zur Zukunft von Bayer, wie das Unternehmen mitteilte. Der damit verbundene Stellenabbau werde „erheblich“ sein.
Genaue Zahlen nannte das Unternehmen nicht. Es gebe keine feste Gesamtvorgabe, weil der Umbau dezentral erarbeitet werde. Aus Unternehmenskreisen hieß es, bei Bayer könnten viele Tausend Stellen gestrichen werden, von denen vor allem die deutschen Gesellschaften betroffen sein würden.
Die Bayer-Aktie gab am Donnerstag rund 2,8 Prozent nach. Grund: Bei den Investoren schwindet die Erwartung, dass Bayer schon bald eine Aufspaltung des Konzerns verkünden wird. Die Einigung mit den Betriebsträten wird als weiteres Zeichen dahingehend gewertet.
Anderson sieht sich seit seinem Antritt im Juni 2023 zahlreichen Forderungen von Investoren nach einem Aufbrechen des Pharma- und Agrarchemiekonzerns gegenüber. Sie sehen dies als Weg zur Wertsteigerung an der Börse. Bayer ist aktuell nur noch 33 Milliarden Euro wert – rund 40 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.