
Wochenende: Genörgelt wird ab jetzt woanders! Das Handelsblatt-Wochenende
Liebe Leserin,
lieber Leser,
falls Sie es heute noch nicht gehört haben: Herzlichen Glückwunsch, Sie sind super! Ich sehe nur Positives für Ihre Zukunft. Sie sind die Inkarnation von Live, Laugh, Love. Sie wissen: Man sieht nur mit dem Herzen gut und dass man tanzen muss, als ob niemand zuschaut, damit man einen tanzenden Stern gebären kann oder so ähnlich.
Geht es Ihnen jetzt besser? Und vor allem: Mögen Sie uns beim Handelsblatt jetzt lieber?
Tatsächlich lese ich immer wieder, dass die Menschen verdrossen seien von der Weltlage und den dazugehörigen Nachrichten. Sie gehen davon aus, dass die Welt immer schlechter werde (was faktisch nicht stimmt). Vermeiden Medien und Nachrichten, weil sie das Elend einfach nicht mehr ertragen.
In gewissem Maße kann ich das nachvollziehen. Mir machen Attentate auf potenzielle US-Präsidenten auch schlechte Laune. Ich mache mir ebenfalls Sorgen um unsere Erde und die Zukunft meiner Kinder, wenn ich über Angriffe auf Kinderkrankenhäuser in Kiew, die Klimakrise oder den Nahostkonflikt lese.
Nun gibt es, hurra, aber gleich mehrere Lösungsansätze für das Problem mit der Nachrichtenmüdigkeit. Der eine ist, eben nicht nur über Probleme, sondern auch über potenzielle Lösungen zu schreiben. Was ich hiermit tue. Denn eine weitere Idee ist es, mehr „Good News“ zu verbreiten, damit Sie als Leserinnen und Leser sich besser fühlen.
Ich male mir bereits aus, was für eine fantastische Rollenteilung das zukünftig zwischen dem Kollegen Sven Prange und mir sein wird. Ich erzähle Ihnen nur noch, was toll ist (Ralf Schumacher hat einen Freund! Es gibt wieder Pflaumenkuchen! Mit Sahne!), und der Kollege darf dann ab und zu mal nörgeln. Dafür müssen Sie dann meine Texte und die damit einhergehenden zehn Leseempfehlungen besonders gut finden und idealerweise mit Ihren Liebsten teilen. Denn Sie wissen ja:
Liebe ist das Einzige, das sich vermehrt, wenn man es teilt.
Ihre Charlotte Haunhorst

Wofür steht Robert Habeck denn nun?
Eigentlich hatte Robert Habeck ein Ziel, als er 2021 sein Amt als Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister antrat: einen statt spalten. Das Gegenteil ist eingetreten. Die einen sehen in ihm einen Heilsbringer und zukünftigen Kanzler, für andere ist er zu viel oder zu wenig Klimaschützer. Julian Olk zeigt detailliert auf, warum Robert Habeck so polarisiert.
Was Pendeln mit uns macht
Manchmal träume ich ja von einer Pendler-Existenz. Ich stelle mir dann vor, wie ich in einem ruhigen Auto oder in der Bahn stundenlang intellektuelle Podcasts höre, meinen Gedanken nachhänge und vor lauter Me-Time tiefenentspannt bei der Arbeit ankomme. Die Pendler-Realität ist natürlich eine andere, wie die Kollegin Clara Thier diese Woche aufgeschrieben hat. Derzeit sind viele wichtige Bahnstrecken gesperrt, in den Städten droht der Verkehrsinfarkt. Was bedeutet das für uns als Menschen und für die Gesellschaft?

Warum haben Millennials Angst vorm Telefonieren?
Für manche mag das nach einer lustigen Frage klingen, aber tatsächlich sind vielen jungen Menschen Telefonate ein Graus. „Telephobia“ nennt man das. Die gute Nachricht: Man kann diese Angst überwinden. Teresa Stiens hat aufgeschrieben, wie das geht.
Wo Bauherren noch sparen können
Würden Sie mich vor die Wahl stellen, eine Wurzelbehandlung durchführen zu lassen oder ein Haus zu bauen – ich würde vermutlich die Wurzelbehandlung wählen. Allein die Vorstellung, mit einem Bauträger zu verhandeln und Steckdosen im richtigen Weißton auszuwählen, löst bei mir Angstschweiß aus. Dabei gibt es viel Bürokratiewahnsinn, den man beim Bau eines Hauses legal ignorieren kann und dabei auch noch spart. Sven Prange hat einen Bauherren gefunden, der Ihnen erklärt, wie.
Keine Angst vorm Firmenlauf
Auch als Nicht-Läuferin liebe ich die Sport-Kolumne von Thorsten Firlus. Weil seine Tipps konkret sind und umsetzbar, ohne sich vorher erst einmal von einem High-Tech-Apparat durchscannen zu lassen. Heute geht es darum, wie Sie es schaffen, fünf Kilometer am Stück zu laufen.

Willkommen im ältesten Weingut der Welt
Die Antinoris produzieren seit dem 14. Jahrhundert Wein in der Toskana. Seit sieben Jahren führt Albiera als erste Frau die Geschäfte und kauft Weingüter auf der ganzen Welt dazu. Welche Strategie sie dabei verfolgt, hat sie Christian Wermke erzählt.
Zehn Bücher für den Sommer
Es gehört zu den wenigen guten Vorsätzen, die ich einigermaßen durchziehe: Vor dem Schlafengehen lieber lesen als am Handy daddeln. Umso mehr freue ich mich über die zehn Sommerbuch-Empfehlungen diese Woche. Die halten mich sicher viele Stunden vom Handy fern.
Hotelduell: Engelbert Strauss vs. Würth
Allein der Fakt ist schon so fantastisch, dass ich ganz glücklich bin, dass wir darüber schreiben: Sowohl der Arbeitsbekleidungs-Hersteller Engelbert Strauss als auch der als „Schraubenkönig“ bekannte Reinhold Würth haben eigene Hotels. Beide verfolgen jedoch ganz eigene Ziele. Thorsten Firlus erklärt im dieswöchigen Hotel-Duell, welche das sind.
So kommunizieren Sie klar auf LinkedIn
Auf sozialen Medien gibt es ja oft dieses Missverständnis: Wer besonders schlau wirken will, schreibt besonders gestochen. Diese Woche erklären Kristina Faßler und Tijen Onaran in ihrer Kolumne, wie man auf unnötiges Geschwurbel verzichtet und klare Botschaften sendet. PS: Es geht in der Kolumne auch um Justin Trudeau.
Wie Gamification den Job spannender macht
Sie denken, Tischtennisplatten und Kicker in Unternehmen seien so uncool wie ein Obstkorb? Stimmt nicht. Unsere Kolumnistin Patricia Thielemann erklärt diese Woche, welche Gamification-Tricks im Job die Kommunikation und das Miteinander wieder verbessern. Übrigens auch ganz ohne Tischtennisplatte.