US-Wahl 2024: Diese Stars unterstützen Kamala Harris oder Donald Trump
Düsseldorf, New York. Anders als hierzulande sind Parteitage in den USA große Shows. So betraten beim Parteitag der US-Demokraten eine Reihe von Superstars die Bühne, darunter auch Sängerin Pink: Die 44-Jährige ist gemeinsam mit ihrer Tochter Willow (13) aufgetreten, vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris performten die beiden in der Veranstaltungshalle den Song „What About Us“ in einer Akustikversion.
Immer wieder bekunden US-amerikanische Stars ihre Unterstützung für einen der beiden Kandidaten für die Präsidentschaftswahl am 5. November. Nach Joe Bidens Rückzug erfuhr vor allem Kamala Harris viel prominente Unterstützung. Ihr Konkurrent Donald Trump kann aber auch einige Stars hinter sich versammeln.
US-Wahl 2024: Diese Prominente sind für Kamala Harris
George Clooney: Der Oscar-prämierte US-Schauspieler bekannte sich in der Vergangenheit immer wieder zu den Demokraten und nahm an einer Spendengala für die Demokraten teil, bei der 30 Millionen Dollar zusammenkamen. Vor der Wahl 2020 sprach er sich für den Amtsinhaber Biden als Präsident der Vereinigten Staaten aus.
Anfang Juli forderte er die Demokraten aber in einem Gastbeitrag für die „New York Times“ auf, einen neuen Präsidentschaftskandidaten für die US-Wahl zu bestimmen. In einem CNN-Interview unterstützte er später Kamala Harris: „Wir sind alle so aufgeregt, zu tun, was wir können, um Vizepräsidentin Harris in ihrer historischen Aufgabe zu unterstützen.“
Mark Hamill: Der Schauspieler ist am besten für seine Rolle als Luke Skywalker in den „Star Wars“-Filmen bekannt. Heute ist er ein echter Fan Harris'. Im Juli schrieb der 72-Jährige auf der Plattform „X“: „Stimmt für die Kandidatin, die sein (Joe Bidens) Vermächtnis ehren und fortführen wird“ und postete dazu ein gemeinsames Bild mit Harris.
Hamill war auch beim Nominierungsparteitag der Demokraten. In einem Tiktok-Video von der Veranstaltung sagte er: „Wir sind an einem Punkt in der Geschichte, an dem wir gegen das reale Böse kämpfen. Also bitte ich euch: Geht nicht auf die orangene Seite.“ Mit der „orangenen Seite“ war Donald Trump gemeint.
Katy Perry: Die US-Sängerin gehört zu den prominenten Anhängerinnen und Anhängern Harris'. Um das zu zeigen, postete sie auf Instagram ein Video, in dem sie eine Songzeile aus ihrer neuesten Single „Woman's World“ umdichtete.
In dem Video singt sie „Es ist eine Frauenwelt, und du bist glücklich, darin zu leben“ in die Kamera, während sie einen Cocktail trinkt. Das Video erschien einen Tag nachdem Biden seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen ankündigte und seine Vizepräsidentin als Ersatz vorschlug.
Pink: US-Superstar Pink (44) ist bekannt für ihre liberale und gesellschaftskritische Haltung, oft äußert sie sich gegen soziale Ungerechtigkeit und für Gleichberechtigung. Sie wurde in Pennsylvania geboren – einem bei Wahlen politisch besonders hart umkämpften Bundesstaat.
Zum Abschluss des Parteitags der Demokraten in Chicago ist sie gemeinsam mit ihrer Tochter Willow vor der Rede von Kamala Harris aufgetreten. In dem Song „What About Us“ geht es um das Gefühl der Enttäuschung von politischen Verantwortungsträgern, die ihre Versprechen nicht einhalten. Er bringt den Frust der Menschen zum Ausdruck, die das Gefühl haben, dass ihre Stimme nicht gehört wird.
Beyoncé: Die 42-jährige Popsängerin stellt Harris im Wahlkampf ihren 2016 erschienenen Song „Freedom“ zur Verfügung. Diesen benutzt Harris nun für ihre öffentlichen Auftritte und Wahlwerbespots.
Ende Oktober trat sie gemeinsam mit der Sängerin Kelly Rowland bei einem Event der Demokraten in ihrer Heimatstadt Houston in Texas auf. Es sei Zeit für Amerika, ein neues Lied zu singen, sagte die Grammy-Preisträgerin. Beyoncé und Rowland sangen einst gemeinsam in der Band Destiny's Child.
Cardi B: Die US-Rapperin bekundete am Tag von Bidens Rückzug aus dem Wahlkampf in mehreren Videos auf Instagram ihre Bewunderung für Kamala Harris.
Sie gehe zwar nicht wählen, aber die 59-Jährige sei besser für die Präsidentschaftskandidatur geeignet als Biden, sagte sie. „Ich habe Euch doch gesagt, Kamala hätte die Kandidatin für 2024 sein sollen“, schrieb die Rapperin dazu.
Eminem: Auch der US-Rapper Eminem hat sich auf die Seite der Demokratin Harris gestellt. Niemand wolle eine Zukunft, in der Menschen Konsequenzen fürchten müssten, wenn sie ihre Meinung aussprechen, sagte Eminem auf einem Wahlkampf-Event in Detroit.
Der 52-Jährige hatte bereits 2017 seine Abneigung gegen Trump deutlich gemacht. Während dessen Amtszeit rappte er in einem vierminütigen Anti-Trump Freestyle: „Wir lieben unser Land – aber wir hassen Trump!“ Und: „Wer da jetzt im Oval Office sitzt, ist ein Kamikaze, der wahrscheinlich den nuklearen Holocaust auslösen wird.“ Wegen „bedrohlicher“ Texte befragte den Rapper anschließend der Secret Service.
US-Wahl 2024: Diese Prominente unterstützen Donald Trump
Elon Musk: Der Tech-Milliardär schrieb auf „X“ nach dem Attentatsversuch auf Donald Trump, der Republikaner habe seine „volle Unterstützung“. Das „Wall Street Journal“ berichtete im Juli, Musk wolle Trump monatlich mit 45 Millionen US-Dollar Wahlkampfspenden unterstützen. Musk dementierte das aber.
Erst kürzlich führte Musk über „X “ein Live-Gespräch mit Trump. Der Ex-Präsident kann sich den Tech-Milliardär bei einem Wahlsieg sogar als Mitglied seines Kabinetts vorstellen, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Musk verehrt also nicht nur Trump, Trump verehrt auch Musk.
Kid Rock: Der Rock- und Hip-Hop-Musiker gehörte zu den Stars, die öffentlich ihren Unmut über den Attentatsversuch auf Trump in Pennsylvania aussprachen. In einem Instagram-Video sagte er: „Wenn ihr euch mit Trump anlegt, legt ihr euch mit mir an.“
Schon im Mai dieses Jahres erklärte Kid Rock in einem Interview mit dem US-Musikmagazin „Rolling Stone“, warum er Trump unterstützt: „Ich will den Kerl, der sagt:‚ Ich werde mit dir kämpfen.‛“
Mike Tyson: Der Ex-Boxer und Donald Trump sind langjährige Freunde. In Tysons frühen Karrierejahren war Trump sein Berater. Als er 1992 zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, stärkte ihm Trump öffentlich den Rücken, wollte ihn sogar aus dem Gefängnis holen.
Heute revanchiert sich Tyson dafür und verteidigt den Ex-Präsidenten. Im Juni sagte er in einem Interview mit dem US-Magazin „Semafor“: „Die Art, wie man Trump behandelt? Das ist, wie man Schwarze behandelt hat.“ Trump sei eine „people's person“, also sehr volksnah.
Brian Littrell: Der Sänger der Backstreet Boys sagte dem Nachrichtenportal TMZ im Januar 2017, er sei gefragt worden, mit seinen Band-Kollegen über einen möglichen Auftritt bei Trumps Amtseinführung zu sprechen. Das habe zwar nicht geklappt, Littrell hätte das Angebot aber gerne angenommen.
Er habe Vertrauen in Trumps „Charakter, in seine Überzeugungen und in seine Eier“, fügte er hinzu. „Dieser Typ wird so viele tolle Dinge für diese Nation tun.“
Amber Rose: Das berühmte Model hielt beim Parteitag der Republikaner in Milwaukee eine Rede, in der sie Donald Trump lobte: „Ich habe verstanden, dass Donald Trump und seine Unterstützer nicht interessiert, ob du schwarz, weiß, schwul oder heterosexuell bist.“
Sie berichtete auch von ihrem ersten Treffen mit Trump: „Als ich den Präsidenten und (seine Frau) Melania zum ersten Mal traf, war er freundlich, großzügig und unfassbar lustig. Amerikanischen Familien ging es besser, als Donald Trump Präsident war.“
Dr. Phil: Der Talkshow-Moderator Phil McGraw, kurz Dr. Phil, ist bei Trumps Rally im New Yorker Madison Square Garden mit Äußerungen gegen Initiativen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion aufgefallen. Die USA seien durch harte Arbeit, Mehrwert und Talent aufgebaut worden und nicht durch Gleichstellung, sagte der ehemalige Psychologe.
Zudem stellte er sich gegen die Vorwürfe, Trump sei ein Rüpel. Zugleich lobte er Trumps Anhänger dafür, dass sie standhaft blieben, obwohl sie „gecancelt, eingeschüchtert, marginalisiert, ausgeschlossen oder sogar gefeuert oder boykottiert“ worden seien.
Dieser Artikel erschien bereits am 22.08.2024. Der Artikel wurde zuletzt am 31.10.2024 umfassend aktualisiert.