Global Risk: Nordkoreas Weg zur Atommacht – und was Kim davon erwartet
Tokio. Nordkorea verschärft seine Drohgebärden, vor allem gegen asiatische Verbündete des Westens. So erklärte Ende September Kim Yo Jong, Schwester des Machthabers Kim Jong Un, das Regime werde „kontinuierlich und grenzenlos“ atomar aufrüsten. Kürzlich bekräftigte der Machthaber, er werde Atomwaffen gegen seine Feinde einsetzen, wenn sich sein Regime bedroht fühle. Im Zentrum der Drohungen: „Hauptfeind“ Südkorea.
Westliche Experten halten dies inzwischen nicht mehr für Abschreckungsrhetorik, sondern sehen von Nordkorea ein zunehmendes Kriegsrisiko ausgehen. Die neuen Szenarien reichen von einem militärischen Alleingang der Diktatur bis hin zu einer Helferrolle bei einem chinesischen Angriff auf Taiwan. Ein Atomschlag gilt den meisten weiter als unwahrscheinlich.
Aber schon die Auswirkungen eines konventionellen militärischen Konflikts würden Menschenleben kosten und die Region destabilisieren. Ein Konflikt würde Seewege, Lieferketten und Hightech-Produktion, auf welche die ganze Welt angewiesen ist, umgehend unterbrechen.