US-Wahl 2024: Warum 43.000 Menschen über das mächtigste Amt der Welt entscheiden
Eine Gartenparty am vergangenen Samstag. Ich bin bei Bekannten im Mission District, dem Hipsterviertel im Süden von San Francisco. Das schwule Pärchen – einer arbeitet in Tech, der andere ist Architekt – hat zur Einweihung der neuen Terrasse eingeladen. Diese bietet einen atemberaubenden Blick auf Downtown und die Containerschiffe in der Bay. Der Herbstwind ist warm, die Luft ist klar, die Hotdogs brutzeln.
Eigentlich könnte die Stimmung nicht besser sein. Wäre da nicht dieses eine Thema: „the election“, „die Wahl“. Wer es anschneidet, erntet Seufzen.
Eine Diskussion über die Sache gibt es nicht – in der Matcha-Latte-Bubble von San Francisco sind sich eh alle einig: Donald ist unerträglich, Kamala muss ins Weiße Haus, Ende. Die Gespräche drehen sich um eine andere Frage: Wie dem eigenen Ohnmachtsgefühl entkommen?