Risikoimmobilien: Viele ältere Büros könnten bald keine Mieter mehr finden
Düsseldorf. Mobiles Arbeiten, wirtschaftliche Herausforderungen und hohe Ansprüche an die Nachhaltigkeit könnten zur Folge haben, dass künftig vor allem ältere Büroimmobilien nicht mehr den Anforderungen der Nutzer entsprechen. Das Risiko für einen Leerstand und Wertverlust ist groß, zeigt eine Analyse von Büromärkten in 16 europäischen Städten des Beratungshauses Cushman & Wakefield.
Firmen sind schon länger vorsichtig, wenn es um die Anmietung von Büroflächen geht. Daher sind die Leerstandsquoten in den fünf größten deutschen Büromärkten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München zwischen dem vierten Quartal 2019 und dem dritten Quartal 2024 im Schnitt um 4,1 Prozentpunkte gestiegen. Bis Ende 2027 könnten weitere 1,7 Prozentpunkte hinzukommen.
Außerdem sind bis 2030 zum Beispiel in Berlin, Frankfurt und München zwischen 60 und 70 Prozent der Büroimmobilien älter als 20 Jahre. Vor allem für in die Jahre gekommene Immobilien in Randlagen der Städte bestehe die Gefahr, dass eine umfassende Sanierung unwirtschaftlich werde, so Cushman & Wakefield. In diesen Fällen könne eine Umnutzung, zum Beispiel zu Wohnungen, eine Lösung sein.