Steuererklärung 2024: Diese 13 Fallen können Sie zum Steuerhinterzieher machen
Frankfurt. Auf den ersten Blick haben Fußballprofi Cristiano Ronaldo, Pop-Sängerin Shakira und Starkoch Alfons Schuhbeck nicht viel gemeinsam. Doch eines eint sie: Sie haben Steuern hinterzogen.
Und damit befinden sie sich in großer Gesellschaft. Nach einer Statistik des Bundesfinanzministeriums (BMF) wurden in deutschen Finanzämtern im Jahr 2023 rund 47.900 Steuer-Strafverfahren bearbeitet.
Zudem wurden rund 5000 Bußgeldverfahren mit einer Gesamthöhe von circa 16 Millionen Euro abgeschlossen. Steuerfahnder haben weitere 34.600 Fälle bearbeitet. Dabei wurden zusätzliche Steuern in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro festgesetzt und Freiheitsstrafen von insgesamt 1460 Jahren verhängt.
Um Steuersünder zu werden, bedarf es manchmal wenig. Denn längst nicht alle Steuersünder handeln vorsätzlich. Zwei Expertinnen und ein Experte nennen typische Fallstricke, die jeder kennen sollte, um sich nicht strafbar zu machen.
Einige davon sind speziell für Anleger relevant, denn trotz des pauschalen Abzugs von 25 Prozent Abgeltungsteuer müssen sie sich oft selbst um die korrekte Besteuerung ihrer Erträge kümmern.
Falle 1: Keine Steuererklärung abgegeben
Es ist einer der schnellsten Wege zur Steuerhinterziehung: keine Steuererklärung abzugeben, obwohl man dazu verpflichtet wäre. Schon kleine Veränderungen, etwa der Bezug von Renteneinkünften, Einnahmen aus einer Nebentätigkeit oder einer Vermietung in Höhe von mehr als 410 Euro pro Jahr und Lohnersatzleistungen wie Eltern- oder Kurzarbeitergeld, können zur Steuererklärung verpflichten.