Ranking: Das sind die besten Privatrenten des Jahres 2025
Köln. Bei der Altersvorsorge setzen viele Deutsche auf Sicherheit. Das zeigt eine Umfrage des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Für 83 Prozent der Bundesbürger sind Garantieleistungen wie ein Mindestkapital zum Rentenbeginn und eine lebenslange Auszahlung wichtig.
Mit steigendem Alter sinkt zudem die Risikobereitschaft. „Wenn es um den Lebensabend geht, wollen die Menschen kein Spiel mit dem Risiko, sondern wünschen sich eine Mischung aus Sicherheit und Rendite“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV.
Private Rentenversicherungen bieten Sparern Vorsorge nach Maß – je nach Risikobereitschaft. Das Angebot reicht von klassischen Policen mit Zinsanlagen und Beitragsgarantie über Hybridprodukte mit Teilgarantie bis zu fondsgebundenen Varianten ohne Garantien. Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat die Produkte in vier Kategorien bewertet.
Produkte mit Teilgarantie
Rentenversicherungen mit 80-Prozent-Garantie gelten als Mittelweg zwischen Sicherheit und Renditechancen. Sie sichern dem Sparer mindestens 80 Prozent der eingezahlten Beiträge – unabhängig von der Marktentwicklung.
„Sie kommen infrage für Menschen mit mittlerer Risikobereitschaft, die nicht auf 100 Prozent Garantie bestehen, aber dennoch einen gewissen Schutz wollen“, sagt Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg.
Im Test überzeugt die Europa Lebensversicherung mit dem Tarif „Fondsgebundene Rente mit Garantie Tarif E-RiG“. Die garantierte Monatsrente liegt bei 150,09 Euro. Erreicht der Vertrag eine jährliche Rendite von sechs Prozent, steigt die Auszahlung auf 536 Euro.
Anleger können aus mehr als 30 ETFs sowie vier aktiv gemanagten ETFs wählen, bis zu zehn Fonds kombinieren und Produkte kostenlos tauschen.
Auch die LV 1871 erzielt im Test mit dem Produkt „Mein Plan (Hybrid) Tarif FRV“ die Bestnote. Sowohl bei Finanzstärke als auch Produktbewertung erhält sie eine Topbewertung. Die garantierte Monatsrente beträgt 146,92 Euro und steigt bei sechs Prozent Jahresrendite auf 500,21 Euro.
„Die Höhe der Investitionsquote hängt von der gewählten Garantie ab“, sagt Hermann Schrögenauer, Vorstand der LV 1871. Bei 80-Prozent-Garantie liegt sie etwa bei 46 Prozent – bezogen auf eine 30-jährige Person mit Rentenbeginn mit 67.
Anleger der LV 1871 können aus rund 170 Fonds wählen – von ETFs bis zu aktiv gemanagten Aktienfonds mit breiter Streuung über Sektoren und Länder. Auch nachhaltige Fonds sind im Angebot.
Zusätzlich gibt es sieben gemanagte Portfolios, bei denen Kunden keinen Aufwand haben. In der Auszahlungsphase stehen verschiedene Varianten zur Wahl: etwa ein klassischer oder fondsgebundener Rentenbezug oder ein individueller Auszahlungsplan. Ein Ablaufmanagement soll Schwankungen zum Laufzeitende abfedern.
Produkte ohne Garantie
Fondsorientierte Rentenversicherungen ohne Garantie bieten besonders viel Flexibilität. Beim mit der Höchstnote bewerteten Tarif „Future Now“ der Neuen Leben Lebensversicherung können Kunden aus 70 Fonds wählen – darunter aktiv gemanagte Produkte und ETFs. „Die Entscheidung treffen unsere Kunden selbst“, sagt Fabian von Löbbecke, Vorstand der HDI Lebensversicherung AG, zuständig für Neugeschäft Leben und betriebliche Altersversorgung.
Auch in der Auszahlungsphase bleibt der Tarif flexibel, sagt von Löbbecke: „Zu Beginn der Auszahlungsphase haben unsere Kunden die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente oder einer einmaligen Kapitalauszahlung.“ Kunden können klassische oder fondsgebundene Varianten des Rentenbezugs wählen. Wer sein Kapital weiter am Markt arbeiten lassen will, kann das auch im Ruhestand tun.
Anleger haben beim ebenfalls mit der Höchstnote ausgezeichnet bewerteten „Continentale Rente Invest“ zu Rentenbeginn mehrere Optionen. Beim investmentorientierten Rentenbezug „nutzt der Kunde auch in der Rentenphase die Chancen des Kapitalmarkts weiter für eine möglichst hohe Rente", sagt Marko Ressel, Leiter Produktentwicklung Leben bei der Continentale und der Europa Versicherung.
Dagegen fließt beim klassischen Rentenbezug das Kapital ins Sicherungsvermögen des Versicherers. Möglich ist auch eine Mischform: Ein Teil wird verrentet, der Rest als Kapital ausgezahlt.