Gastronomie: Deutschlands teuerster Imbiss steht auf Sylt
Düsseldorf. Die Berliner reklamieren die Erfindung für sich, Herbert Grönemeyer verortet die ideelle Heimat tief im Westen (Bochum), doch Sylt ist der Ort, an dem die Currywurst geadelt wird.
Der Imbiss „De Lüx Curry“ lässt keinen Zweifel an der Zielgruppe, die Fotos werben mit Champagner (99,90 Euro aufwärts), der „Klassiker“ kommt hier nicht mit Fritten, sondern „patates“. Die Sansibar, das Samoa oder das Otto von Wurst, sie alle haben das Gericht, das Gesellschaftsschichten eint, das Arbeiter und Kapital an einen Imbiss bringt.
Es ist also nur folgerichtig, dass eine 35 Quadratmeter Nutzfläche messende Hütte (geschätzt laut Anbieter), die bislang als Büro für eine Apartmentvermietung genutzt wurde, in Zukunft als Imbiss fungieren wird. Selbstredend nach einer architektonischen Aufwertung durch ein Reetdach.
Zwei Bieter gab es Ende Juni, und den Zuschlag erhielt bei 284.000 Euro (Quadratmeterpreis 8114,29 Euro auf Basis der geschätzten Nutzfläche) eine Frau aus Berlin, die auf Sylt die kulturellen zwei Enden der Currywurst in einer Speise vereinen will.