Banken: So möchten die Sparkassen den Wertpapierhandel attraktiver machen
Frankfurt. Die Sparkassen wollen den Wertpapierhandel für private Kundinnen und Kunden verbessern und billiger machen. Die Sparkassen böten eine breite Palette an Wertpapierprodukten an, sagte Sparkassen-Bundesobmann Walter Strohmaier dem Handelsblatt. „Damit sind wir recht gut aufgestellt. Aber wir müssen das Angebot einfacher, digitaler und auch preisgünstiger machen.“
Aktuell ist aus Sicht von Strohmaier, der Chef der Sparkasse Niederbayern-Mitte ist, vor allem die Produktion der Wertpapierdienstleister teils noch zu teuer. Als Bundesobmann vertritt er die Interessen der Sparkassenvorstände innerhalb des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV).
„Sowohl die DWP Bank als auch die Deka müssen ihre Angebote so günstig machen, dass die Sparkassen den Wertpapierhandel ihrerseits noch günstiger anbieten können“, forderte Strohmaier. Über den Preis für einzelne Angebote wie Girokonto oder Depot entscheidet jede der 341 Sparkassen allerdings selbst.
Sparkassen verlieren junge Kunden
Im Wettbewerb mit den Neobrokern tun sich die Sparkassen aktuell schwer. Die Zahl der Wertpapierkunden wachse insgesamt zwar leicht, erklärte DSGV-Chef Ulrich Reuter kürzlich in einem internen Schreiben an Sparkassenvorstände. „Insbesondere in den Altersgruppen von 14 bis 39 und von 40 bis 49 Jahren sind wir aber deutlich unterrepräsentiert und stellen Mittelabflüsse fest.“