Daimler und Geely: Geheimprojekt „Horus“: Chinesen bauen künftig im großen Stil Mercedes-Motoren
Ziel der Motorenkooperation sind jährliche Kosteneinsparungen im dreistelligen Millionenbereich.
Foto: ReutersMünchen, Frankfurt. Als sich Geely-Gründer Li Shufu Anfang 2018 spektakulär fast zehn Prozent der Anteile an Daimler sicherte, waren die Vorbehalte in Stuttgart groß. Der neue Großaktionär aus Fernost wirkte auf viele Manager und Aufsichtsräte des Mercedes-Herstellers wie ein Störenfried mit unklaren Absichten.
Mittlerweile wird Li aber selbst von Daimler-Chef Ola Källenius in höchsten Tönen gelobt: „Das ist ein neuer und sehr guter Partner, mit dem wir beispielsweise den Smart weiterentwickeln“, sagte Källenius jüngst beim Auto-Gipfel des Handelsblatts und stellte weitere Kooperationsprojekte mit Geely in Aussicht: „Da sehe ich Potenzial für mehr.“
Nun ist klar, wie diese vertiefte Allianz genau aussehen wird: Die beiden Fahrzeughersteller werden ab 2024 gemeinsam Hunderttausende von Ottomotoren pro Jahr produzieren, erfuhr das Handelsblatt aus Konzern- und Branchenkreisen.