Markteintritt: Russische Tech-Firmen erobern westliche Börsen
Der Onlinehändler platzierte 33 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von 30 Dollar an den Börsen in New York und Moskau.
Foto: ReutersMoskau. Der russische Onlinehändler Ozon hat am Dienstag den Sprung an die Nasdaq gewagt – und wer sich an die Papiere des 1998 in St. Petersburg als Online-Buchhändler gegründeten Unternehmens getraut hat, konnte ordentlich Gewinne machen.
Ozon hatte den Börsengang bereits im Oktober angekündigt. Ursprünglich plante das Unternehmen mit rund 500 Millionen Dollar Einnahmen. Angesichts der großen Nachfrage vergrößerten sich die Einnahmeerwartungen der Altaktionäre, und die ursprüngliche Zeichnungsspanne von 22,5 bis 27,5 Dollar pro Aktie wurde heraufgesetzt. Trotzdem waren die Papiere stark überzeichnet.
Am Ende platzierte Ozon 33 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von 30 Dollar an den Börsen in New York und Moskau. Damit nahm das Unternehmen knapp eine Milliarde Dollar aus dem IPO ein, der Börsenwert liegt bei über sieben Milliarden Dollar.
Allerdings bekamen längst nicht alle Investoren Papiere ab, die die Neuemission gezeichnet hatten. Vor allem russische Investmentfonds gingen vielfach leer aus. Selbst Nachfragen größerer institutioneller Anleger in Moskau wurden laut der Tageszeitung „Kommersant“ gerade einmal zu drei bis fünf Prozent befriedigt.