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KommentarAnleger müssen auch im Jahr 2021 mit schwankenden Aktienmärkten rechnen

Das zu Ende gehende Jahr war außergewöhnlich, doch auch das kommende Jahr wird nicht ruhig werden. Warum der Dax erneut zweistellig schwanken dürfte.Andrea Cünnen 01.12.2020 - 15:50 Uhr Artikel anhören

Auf den rasanten Kursabsturz folgte in diesem Jahr eine schnelle Erholung.

Foto: imago images/STPP

War da was? Wer die vergangenen zwölf Monate auf einer einsamen Insel verbracht hat und jetzt auf die Aktienmärkte schaut, könnte denken: „Da habe ich bei deutschen Aktien nichts verpasst.“ Der Dax hat in dem Zeitraum gerade mal 1,4 Prozent zugelegt.

Doch wie wir wissen, war das jetzt langsam zu Ende gehende Jahr in schlichtweg jeder Hinsicht außergewöhnlich: Corona als Jahrhundertpandemie hat das öffentliche Leben zeitweise beispiellos stillgelegt, die Weltwirtschaft verzeichnete die schlimmste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg, die Staaten und Notenbanken steuerten weltweit mit gigantischen Rettungspaketen dagegen.

Das alles hatte auch an den Börsen nie da gewesene Schwankungen zur Folge. Zwischen dem Dax-Rekordhoch von 13.789 Punkten am 17. Februar und dem Sechseinhalbjahrestief von 8256 Punkten – entsprechend einem Absturz von mehr als 40 Prozent – lagen gerade mal gut vier Wochen. Anschließend ging es rasend schnell wieder nach oben mit einem Plus von bis zu 56 Prozent bis Anfang Juni. Es folgten weitere Phasen mit Schwankungen zwischen sieben und 16 Prozent.

Dass sich dieses massive Auf und Ab an den Börsen wiederholt, ist zumindest aus heutiger Sicht nicht zu befürchten. Mit der inzwischen berechtigten Hoffnung auf Impfstoffe und den anhaltenden Stützen von Notenbanken und Regierungen dürfte sich die Wirtschaft im kommenden Jahr erholen und mit ihr die Unternehmensgewinne.

Dennoch wird auch 2021 kein ruhiges Jahr werden. Anleger müssen sich auf zwischenzeitliche Kursverluste von mehr als 15 Prozent einstellen – so wie sie historisch im Dax nicht ungewöhnlich sind. Dabei werden zum Beispiel Rückschläge bei der Impfstoffentwicklung und -verabreichung Investoren verunsichern. Dass es von der Impfstoff-Front zwischenzeitlich schlechte Nachrichten geben wird, ist schon jetzt abzusehen. Schließlich ist allein der logistische Aufwand enorm.

Die Börsen spiegeln aber jetzt schon wider, dass bis spätestens Ende des dritten Quartals 2021 die Impfung weitgehend flächendeckend erfolgt ist, meint die Fondsgesellschaft DWS. Und schickt zu Recht eine Warnung vor kurzfristigen Rücksetzern hinterher: Die Märkte hätten hier „eine geringe Fehlertoleranz“.

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