Wearables: Start-ups liefern sich einen Wettlauf um Gesundheits-Ringe
Das Start-up-Produkt soll die Stimmung der Nutzer erkennen können.
Foto: IMAGO/YAY ImagesKöln. Kurz vor dem zehnjährigen Bestehen der Dating-App Tinder machte Ex-Chef Sean Rad mit seiner neuen Firma auf sich aufmerksam: 60 Millionen Dollar Wagniskapital seien bei einer Finanzierungsrunde eingeworben worden, teilte Happy Health Ende August mit. Das eigenwillig benannte Start-up verspricht, seine Kunden zu glücklicheren Menschen zu machen – und setzt dabei auf einen mit Sensoren bestückten Ring als Hilfsmittel.
Neben Herzfrequenz und Körpertemperatur soll der „Happy Ring“, für den nun Vorbestellungen eingesammelt werden, die elektrische Leitfähigkeit der Haut messen. Die verändert sich in Stresssituationen durch Schweiß. Die Technik ermögliche es, den emotionalen Zustand zu verstehen, versprach Mitgründer Paul Berns in der Pressemitteilung.
Happy Health ist nicht das einzige junge Tech-Unternehmen, das Ringe zu Gesundheitshelfern machen will. Das 2013 gegründete finnische Start-up Oura Health etwa positioniert seinen Ring als „Schlaflabor an deinem Finger“, das tagsüber körperliche Aktivitäten erfasst. Im März gab Oura an, mehr als eine Million Geräte verkauft zu haben. Schlafqualität, Stresslevel und Aktivitäten wollen auch Ultrahuman aus Indien sowie das kalifornische Start-up Movano mit ihren Ringen erfassen.