Märkte-Insight: Der Truthahn und die Inflation – Ermöglicht die Fed die Jahresendrally an den Märkten?
Handelsblatt-Korrespondentin Astrid Dörner über die Marktstimmung zum diesjährigen Thanksgiving-Fest.
Foto: HandelsblattNew York. Wenn sich die Amerikaner am Donnerstag zum traditionellen Truthahn-Essen mit Familie und Freunden versammeln, gibt es viel zu besprechen – auch mit Blick auf ihre Finanzen. Wer in Kryptowährungen investiert hat, muss sich auf Spott und Häme einstellen. Schließlich erlebt der Markt nach der Pleite der Kryptobörse FTX gerade eine beispiellose Vertrauenskrise, die die gesamte Branche trifft.
Seit dem Thanksgiving 2021 hat der Bitcoin, die größte und älteste Digitalwährung, mehr als 70 Prozent an Wert verloren. In vielen Aktienportfolios sieht es allerdings auch düster aus. Vorbei die Zeiten, in denen die Börsen immer neue Rekorde erreichten. Die hohe Inflation und die scharfe Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) führten zu einer Zeitenwende.
Der S&P 500 hat binnen zwölf Monaten rund 15 Prozent verloren, der technologielastige Nasdaq sogar knapp 30 Prozent. Immerhin hat sich die Stimmung zuletzt gebessert – das gilt auch für den deutschen Aktienmarkt. Am Mittwoch zeigte sich der Leitindex Dax allerdings träge und schloss kaum verändert bei 14.428 Zählern.