Geldanlage: Wie ich im neuen Jahr meine Finanzen optimiere
Düsseldorf. Finanziell gesehen begann das Jahr gleich mit drei Schocks: Obwohl ich schon fürs Alter vorsorge, sorge ich viel zu schlecht vor. Ich habe in einem Posten deutlich zu hohe Ausgaben, dabei dachte ich bis letzte Woche, ich lebe sparsam genug. Aber Schock Nummer drei betrifft nicht nur den allgemeinen Arbeitsmarkt und damit auch meinen Job, sondern auch meine Anlagestrategie.
Ich rede von KI und wie wieder mal alles mit allem zusammenhängt. Denn eigentlich habe ich geplant, einen Teil meines Ersparten auf dem Tagesgeldkonto in Festgeld anzulegen. Eine Kontoart, bei der ich von höheren Zinsen profitiere, aber für einen bestimmten Zeitraum nicht an mein Geld komme. Für drei Jahre wollte ich Geld anlegen. Was soll schon passieren, dachte ich.
Zu kurz – oder mit Blick auf mein Festgeldkonto – zu lang gedacht, wie mich die Finanzexpertin Stefanie Kühn aufklärt. „Die Zeiten sind unsicher. Ich weiß nicht, wie Sie das sehen in Ihrem Job, in Ihrem Umfeld und mit KI. Man weiß ja nicht, wie sich alles so entwickelt.“ Sie meint potenzielle Arbeitslosigkeit. Das saß.
Zusammen mit Kühn änderte ich meinen Plan. Ich lernte das Wort „Festgeldtreppe“ kennen und begann, neu zu sparen. Anders als vorher und auch bei meinen Ausgaben – der wohl traurigste Part dieser Geschichte. Ich stellte außerdem meinen ETF-Sparplan um, denn mein Klumpenrisiko – also die durch den MSCI World verursachte US-Dominanz in meinem Portfolio – erschien mir noch immer zu hoch. Aber von vorn.