Prognose 2023: Warum die Dax-Konzerne skeptisch in die Zukunft blicken
Viele Unternehmen stellen sich für 2023 auf rückläufige Gewinne ein.
Foto: Imago, Reuters, (M)Düsseldorf. Deutschlands größte börsennotierte Konzerne legen in diesen Tagen starke Bilanzen vor. Mit knapp 120 Milliarden Euro haben die 40 Dax-Unternehmen 2022 fast so viel verdient wie im Rekordjahr 2021. Doch das ist Vergangenheit. „Der Trend bei den Unternehmensgewinnen ist eindeutig fallend“, warnt Norbert Frey, Leiter des Fondsmanagements der Fürst Fugger Privatbank.
Anhaltend steigende Preise und Zinsen, aber auch das Auslaufen von ertragsträchtigen Sonderkonjunkturen erschweren es den Konzernen nach eigener Prognose zunehmend, die guten Ergebnisse zu wiederholen oder gar zu toppen. Das zeigt sich in den Jahresbilanzen und den damit verbundenen Ausblicken.
Zwar verbesserten sich zuletzt die Wachstumsaussichten für die USA und vor allem China, wo die harten Corona-Restriktionen abrupt beendet wurden. Deshalb hellen sich „kurzfristig die Perspektiven für die Umsatz- und Gewinnentwicklung der Dax-Unternehmen auf“, sagt Andreas Hürkamp von der Commerzbank. Doch er geht davon aus, dass die Gewinne in diesem Geschäftsjahr um etwa zehn Prozent fallen werden, auch weil einige Sonderfaktoren wegfallen und neue Belastungen hinzukommen.