Intel: Wie Magdeburg sich auf den Chip-Boom vorbereitet
Der Leiter des Reinraums an der Universität in Magdeburg, Jörg Vierhaus, darf sich Hoffnungen auf einen Neubau machen.
Foto: dpaMagdeburg. Die Gänge sind eng und die Geräte veraltet, dazu ist der Reinraum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg völlig unpraktisch im Obergeschoss gelegen. Bis vor Kurzem musste Leiter Jörg Vierhaus noch um sein Lebenswerk fürchten. Alles hier deutete auf ein schleichendes Ende hin. Zu teuer und zu wenig ausgelastet schien seine Forschungsstätte für die Chipproduktion. Dann kam Intel.
Der US-Technologiekonzern will 30 Milliarden Euro in zwei Werke in der Hauptstadt von Sachsen-Anhalt stecken, ein Drittel davon steuert der Staat bei. Das hat Intel-Chef Pat Gelsinger jüngst im Beisein von Bundeskanzler Olaf Scholz verkündet.
Vom „Leiter Reinraum“ ist Ingenieur Vierhaus inzwischen zum „Leiter der Stabsstelle Mikrotechnologie“ aufgestiegen. Die Ausbildung von Fachleuten ist nun im Interesse des ganzen Landes. Die Steuermilliarden lohnen sich schließlich nur, wenn genügend Spezialistinnen und Spezialisten zur Verfügung stehen, um die Chipfabriken zu betreiben. Jetzt darf Vierhaus sogar hoffen, dass in den kommenden Jahren an der Hochschule für einen zweistelligen Millionenbetrag ein ganz neuer Reinraum entsteht.