Wasserstoff: Diese Risiken bergen umrüstbare Gasheizungen
Ob und wie Kommunen Wasserstoff in ihre Wärmekonzepte einbinden, ist noch völlig unklar. Verbraucher sollten vorsichtig sein.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Bundesregierung setzt auf Wasserstoff bei der Klimawende, vor allem in der Industrie. Das Beheizen von Gebäuden wäre ebenfalls möglich. Dort soll der Brennstoff aber wohl eher eine nachgeordnete Rolle spielen, was Verbraucher bei der Heizungswahl bedenken sollten.
Bis auf einzelne Ausnahmen sind nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) alle Gasbrennwertheizungen, die seit etwa 2020 verkauft werden, mit dem Prüfsiegel „H2-ready” des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) zertifiziert. Das bedeutet, sie sind für den Betrieb mit Erdgas und einer Beimischung von bis zu 20 Volumenprozent Wasserstoff geeignet.
Im Moment werden die Heizungen mit reinem Erdgas betrieben. Wenn ein Gasversorger Wasserstoff beimischen würde, könnte die Heizung ohne Umrüstung mit bis zu 20 Volumenprozent Wasserstoff weiter betrieben werden.
Wasserstoff: Alte Gas- oder Ölheizung ersetzen
Für Eigentümer, die eine alte Gas- oder Ölheizung ersetzen wollen, klingt das erst einmal verlockend einfach und kostengünstig. „Die Investitionskosten für eine solche Heizung in einem Einfamilienhaus liegen zwischen 9000 und 11.000 Euro“, schätzt Norbert Azuma-Dicke, Leiter Politik und Strategie im Herstellerverband. Allerdings: Ob, wann und wo Versorger Wasserstoff beimischen werden, weiß niemand. Aktuell laufen an einzelnen Standorten Pilotprojekte.