Berenberg-Chef: „Ich rechne mit einer Rezession in den USA und in Europa“
Der persönlich haftende Gesellschafter des Bankhauses Berenberg rät zu Nebenwerten.
Foto: Bankhaus BerenbergFrankfurt. Der Dax ist in den vergangenen Wochen unter Druck geraten, doch Hendrik Riehmer, persönlich haftender Gesellschafter des Hamburger Bankhauses Berenberg, erwartet keinen massiven Kursrutsch. Allerdings rechnet er für die großen Indizes in den USA und Europa 2024 auch nur mit einer Seitwärtsbewegung.
Anders sieht das bei Nebenwerten aus. Hier prognostiziert der Chef des Instituts, das sein Geld vor allem mit Aktienplatzierungen, Fonds und der Vermögensverwaltung verdient, eine Renaissance. „Ich bin für kleinere und mittlere Aktien sehr optimistisch“, sagt der Banker im Gespräch mit dem Handelsblatt. Viele dieser Titel seien jetzt sehr günstig bewertet.
Bei den Nebenwerteindizes hält Riehmer Kurssteigerungen von 15 bis 20 Prozent für möglich. Aber der Manager sieht noch andere, sicherere Investitionschancen.
Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Hendrik Riehmer:
Herr Riehmer, als wir uns im vergangenen Jahr unterhalten haben, sagten Sie den Beginn eines neuen Aktienzyklus voraus. Damals war das eher eine Außenseitermeinung, doch wir haben tatsächlich einen deutlichen Aufschwung der Kurse gesehen. Allerdings sind die großen Indizes zuletzt unter Druck geraten. Wie wird es Ihrer Meinung nach an den Börsen weitergehen?
Zumindest rechne ich kurzfristig nicht mit der scharfen Korrektur, die viele Experten vorhersagen. Ich erwarte bei den großen Indizes eher eine Seitwärtsbewegung, eventuell könnten wir sogar noch eine kleine Jahresendrally erleben.