DSGVO: Kaum Blockchain-Anwendungen im Gesundheitswesen
Bei der Blockchain-Technologie handelt es sich um eine dezentrale, transparente Kette von Datensätzen.
Foto: BloombergDie Blockchain-Technologie hat den Anwendungsbereich der Kryptowährungen längst überschritten. Die Technologie, die als dezentrale, transparente und fälschungssichere Datenbank fungieren soll, wird auch für die Digitalisierung von Gesundheitsanwendungen erforscht. In den letzten Jahren verfolgten diverse Unternehmen Blockchain-Projekte. Auf dem Markt landeten bis heute aber nur wenige.
Im Ausland, wie beispielsweise in den USA, würde das schon anders aussehen. Deutschland sei im Bereich Blockchain im Gesundheitssektor noch ein „White Spot“, sagte der Unternehmensberater Volker Nürnberg gegenüber Handelsblatt Inside. Um Anwendungsfälle zu integrieren, fehle es hierzulande eigentlich an der nötigen Infrastruktur, meinten die beiden Informatiker Andreas Schütz und Tobias Fertig.
Der dezentrale Charakter der Blockchain-Technologie bietet die Möglichkeit, Datensätze auf einer Datenbank zu speichern, die auf einem Konsensverfahren basiert und damit mehr Sicherheit vor Manipulation bietet.
IBM arbeitete in den Hochzeiten der Coronapandemie mit dem Kölner Blockchain-Start-up Ubirch an einem bundesweiten digitalen Impfnachweis auf der Blockchain. Ubirch hatte zuvor eine derartige Blockchain-Lösung in bayrischen und baden-württembergischen Landkreisen umgesetzt. Das bundesweite Projekt wurde aber letztendlich nicht umgesetzt.