Märkte Insight: Ein toxisches Gemisch belastet die Börsen
Die Spekulation auf steigende Zinsen, kombiniert mit einer schwächer werdenden Konjunktur verheißt nichts Gutes für die Aktienkurse, meint Ulf Sommer.
Foto: AFP/ Getty ImagesMit 16.470 Punkten war der Dax Ende Juli auf das bislang höchste Niveau gestiegen. Anschließend ging es abwärts, die bereits seit April etablierte untere Unterstützungsgrenze von 15.450 Punkten hielt.
Doch das ist seit dem Wochenauftakt Geschichte: Der Dax ist unter dieses Niveau gefallen und dazu auch noch unter seinen Durchschnittskurs der vergangenen 200 Handelstage, was fast einem Jahr entspricht.
Beides, das Rutschen unter ein Niveau, das in früheren Schwächephasen Kaufbereitschaft und wieder steigende Kurse ausgelöst hatte, und das Abdriften unter die 200-Tage-Linie, werten viele Analysten, Händler und Investoren als negativ.
Deshalb verwundert es nicht, dass diese Konstellation am Dienstag Verkaufsbereitschaft auslöste: Der Dax notierte durchweg im Minus und lag zum Handelsende ein Prozent tiefer bei 15.255 Punkten.
Abseits dieser zwei genannten Belastungen schüren zwei weitere negative Fundamentalargumente die Sorge, dass die Schwächephase andauern könnte. Erstens wachsen die Zweifel daran, dass der vor gut eineinhalb Jahren begonnene Zinserhöhungszyklus bereits beendet ist.