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AuktionenSotheby's: Kunst ist stark gefragt

Weltweite Nachfrage nach berühmten Namen und Kunst von jungen Frauen führen bei Sotheby’s in zwei Abendauktionen zu starken 97,1 Million Pfund Umsatz.Susanne Schreiber 15.10.2022 - 08:55 Uhr Artikel anhören

Der Auktionator versteigert die Abstraktion von Cecily Brown (rechts angeschnitten). Etwas später wird er Gerhard Richters „192 Farben“ (links) für 18,3 Millionen Pfund vermitteln.

Foto: Sotheby's

London. So gut stand das Auktionshaus Sotheby's zuletzt 2015 da: Die glanzvollen Abendauktionen in der Woche der Frieze-Messen spülten gestern 97,1 Millionen Pfund oder 107,9 Million Dollar in das Haus. Das ist ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Versteigerung mit ganz aktueller Kunst, „The Now“ konnte zu 100 Prozent abgesetzt werden und brachte nach Angaben des Hauses 11,4 Millionen Pfund ein. Die darauf folgende Hauptversteigerung mit knapp 40 Arbeiten fügte dem nochmals 85,7 Millionen Pfund zu.

Die Toppreise erzielten erwartungsgemäß zwei bewährte Marktheroen. Francis Bacons dreiteiliges Porträt von Henrietta Moraes kam auf 24,3 Millionen Pfund. Und Gerhard Richters allerstes ungegenständliches Gemälde, die nach Lacktafeln gearbeiteten „192 Farben“ von 1966, wechselten für 18,3 Millionen Pfund den Eigentümer. Einlieferer sind Elisabeth und Gerhard Sohst. Sie hatten das Frühwerk lange der Hamburger Kunsthalle geliehen.

Einen Rekord fuhr auch ein beinahe abstraktes Porträt „J.Y.M“ von dem britischen Malerstar Frank Auerbach ein mit einem Bruttopreis von 5,6 Million Pfund. Neu im Kreis der Künstlerinnen, die stark nachgefragt sind, ist Caroline Walker. Ihr stimmungsvolles Hochformat „Indoor Outdoor“ konnte sich auf 529.200 Pfund mehr als verzehnfachen.

Sotheby's verzeichnet viele einzelne ausgezeichnete Ergebnisse. Doch es lief streckenweise zäh. Und es gab Kunstwerke, die unter ihrem Schätzwert abgegeben werden mussten: So ein metallischer Wandbehang von El Antasui, ein Spotpainting von Damien Hirst und auch die „Nine Marilyns“ von Andy Warhol kamen mit einem Hammerpreis von 4,3 Millionen Pfund nicht in die Nähe ihrer Taxe. Die hatte bei 6 bis 8 Millionen Pfund gelegen.

Doch der Kunstmarkt hat wieder einmal bewiesen: Er tickt immer mal wieder antizyklisch und ist bisweilen auch in Krisen- und Kriegszeiten resilient. Großartige Kunst bleibt eine Anlageklasse für sich.

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