Handelsblatt Today: Was hat Tesla-Chef Elon Musk mit Twitter vor? Das Silicon Valley rätselt über die Motive des Einstiegs
Düsseldorf. Die Nachricht hat zu Wochenbeginn nicht nur viele im Silicon Valley überrascht: Tesla-Chef Elon Musk hat für knapp drei Milliarden Dollar Aktien vom Kurzmitteilungsdienst Twitter gekauft und ist direkt zum größten Einzelaktionär des Unternehmens aufgestiegen. Kaum 24 Stunden später wurde bekannt, dass Musk auch in den Verwaltungsrat von Twitter einzieht. Der Aktienkurs sprang um mehr als 27 Prozent ins Plus.
Doch im Silicon Valley fragen sich viele, was Elon Musk mit seinem Einstieg bei Twitter eigentlich bezweckt. „Twitter passt nicht unbedingt in die Firmenlandschaft, die Musk bisher aufgebaut hat“, sagt Stephan Scheuer, Silicon-Valley-Reporter beim Handelsblatt, in der neuen Folge von „Handelsblatt Today“.
Die Synergien zu Tesla und SpaceX seien nicht groß. „Es ist eher Musks Privatvergnügen, dass er selbst sehr gerne twittert und eine der wichtigsten Personen auf der Plattform ist“, erklärt Scheuer.
Zudem dürfte sich im Verwaltungsrat ein Machtkampf zwischen Elon Musk und dem Twitter-Chef Parag Agrawal anbahnen, da beide unterschiedliche Vorstellungen von Redefreiheit haben und aus diesem Grund auch schon aneinandergeraten waren. „Ein Konflikt ist vorprogrammiert“, glaubt Scheuer.
Außerdem: Die Bundesregierung hat sich auf ein Hilfspaket für Unternehmen geeinigt, die an den Folgen des Ukrainekrieges und der Abkopplung von Russland leiden. Für die gebeutelte Energiewirtschaft sind mit einer Bundesgarantie unterlegte Kreditlinien der staatlichen Förderbank KfW geplant. Julian Olk aus dem Berliner Hauptstadtbüro gibt einen ersten Überblick.
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