Glyphosat: Bayer möchte mehr Gesetzesänderungen in den USA bewirken
Düsseldorf. Bayer beginnt mit der nächsten Phase zur Eindämmung der Glyphosat-Klagewelle in den USA. Dabei geht es um Gesetzesänderungen zu Regulierungsfragen, für die der Konzern intensiv in der US-Politik wirbt. Man erhoffe sich davon eine deutliche Verbesserung der Position bei Gerichtsverfahren mit Glyphosat-Klägern, sagte Bayer-Cheflobbyist Matthias Berninger dem Handelsblatt.
Bayer verstärkt jetzt den politischen und öffentlichen Druck – angetrieben von ersten Erfolgen in mehreren US-Bundesstaaten. Mit dem Vorstoß zu Gesetzesanpassungen will das Unternehmen den Tausenden vorliegenden und möglichen neuen Klagen praktisch die rechtliche Grundlage entziehen und so die Kläger abschrecken.
Es ist ein entscheidender Teil des Plans von Vorstandschef Bill Anderson. Der Amerikaner habe die Lösung der Glyphosat-Problematik zum Schwerpunkt des zweiten Halbjahrs 2024 erklärt, heißt es in Konzernkreisen. Bis 2026 soll die Bedrohung signifikant reduziert werden, die schwer auf dem Aktienkurs lastet.