1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Banken + Versicherungen
  4. Banken
  5. US-Banken: US-Großbanken veröffentlichen bisher starke Quartalszahlen

US-BankenUS-Großbanken veröffentlichen bisher starke Quartalszahlen

JP Morgan, die Bank of America und Wells Fargo konnten hohe Gewinne ausweisen. Ganz zuversichtlich sind die Chefs dennoch nicht. Die Aussichten bleiben deshalb gedämpft. 14.01.2026 - 13:46 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Eine Filiale der Bank of America: US-Banken veröffentlichen bisher starke Quartalszahlen, in einigen Sparten mit deutlichem Wachstum. Foto: Getty Images

Frankfurt, Düsseldorf. Mehrere US-Banken veröffentlichten am Mittwoch ihre Zahlen für das vierte Quartal, die trotz teils schwieriger Rahmenbedingungen überwiegend positiv ausfielen.

Die Bank of America verzeichnete einen Gewinnsprung. Auch die Nummer vier der USA, Wells Fargo, berichtete von einem Gewinnanstieg. Ebenso hatte Konkurrent JP Morgan am Dienstag einen Gewinn gemeldet, der von einem starken Handelsgeschäft getragen wurde.

Der Nettogewinn der Bank of America stieg auf 7,6 Milliarden Dollar (Vorjahr: 6,8) oder 98 Cent (Vorjahr: 83) je Aktie, wie die zweitgrößte US-Bank am Mittwoch mitteilte. Die Erträge aus dem Handel legten um zehn Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar zu und entsprachen damit der Prognose von Vorstandschef Brian Moynihan aus dem Vormonat. Die Aktie des Instituts gewann im vorbörslichen Handel rund zwei Prozent.

„Da sich Verbraucher und Unternehmen als widerstandsfähig erweisen, erwarten wir für das neue Jahr weiteres Wirtschaftswachstum“, erklärte Moynihan. „Obwohl eine Reihe von Risiken fortbesteht, sind wir für die US-Wirtschaft im Jahr 2026 optimistisch.“

Wells Fargo mit starken Zahlen

Auch Wells Fargo hat im vierten Quartal dank eines florierenden Kreditgeschäfts und höherer Zinseinnahmen ebenfalls mehr verdient. Der Nettogewinn kletterte auf 5,36 Milliarden Dollar (Vorjahr: 5,08) oder 1,62 Dollar (Vorjahr: 1,43) je Aktie. Der Zinsüberschuss stieg um vier Prozent auf 12,33 Milliarden Dollar. Die Aktie der Bank aus San Francisco gab im vorbörslichen Handel dennoch um knapp ein Prozent nach.

„Wir haben erhebliche Investitionen in die Infrastruktur und das Geschäftswachstum durch größere Einsparungen finanziert“, erklärte Bank-Chef Charlie Scharf. „Beweise für das gestiegene Wachstum sind im gesamten Unternehmen zu sehen.“

Er verwies auf ein Wachstum von 20 Prozent bei neuen Kreditkartenkonten, einen Anstieg der Autofinanzierungen um 19 Prozent, ein Kreditwachstum von zwölf Prozent im Firmenkundengeschäft und einen Zuwachs von 14 Prozent bei den Gebühren im Investmentbanking.

Die Zahlen runden ein starkes Jahr für Wells Fargo ab. Im Juni hatten die Aufsichtsbehörden eine Bilanzsummen-Obergrenze von 1,95 Billionen Dollar aufgehoben. Damit endete eine Strafe im Zusammenhang mit dem Skandal um fingierte Konten, die das Wachstum von Wells Fargo jahrelang gebremst hatte.

Gleichzeitig setzt das Geldhaus seinen Sparkurs fort. Die Bank verkleinerte ihre Belegschaft, um mit den Kostensenkungen langfristige Wachstumsinitiativen zu finanzieren.

Apple-Deal dämpft Gewinn von JP Morgan

Die größte US-Bank, JP Morgan, veröffentlichte am Dienstag starke Zahlen. Die Übernahme des Kreditkartengeschäftes von Apple drückte jedoch den Gewinn.

JP-Morgan-Chef Jamie Dimon: Der Banker lobt die Deregulierung und schaut grundsätzlich positiv auf die Zukunft der Bank. Foto: REUTERS

Die Bank hatte eine Rückstellung für Kreditverluste von 2,2 Milliarden Dollar verbucht. Langfristig dürfte der Zukauf des Kreditkartengeschäfts das Portfolio von JP Morgan stärken.

Ohne die einmalige Belastung übertraf der Gewinn von 14,7 Milliarden Dollar die Erwartungen der Analysten. Im dritten Quartal hatte die Bank den Gewinn um zwölf Prozent gesteigert. Für das gesamte Jahr 2025 fiel der Gewinn dennoch um 2,6 Prozent auf 57 Milliarden Dollar.

Unsichere Aussichten: Druck auf Powell und geoökonomische Entwicklungen

Unsicherheiten außerhalb der Kontrolle der US-Banken, insbesondere geopolitische Entwicklungen oder die hartnäckige Inflation, könnten sich in der kommenden Zeit weiter auf die Banken auswirken.

Verwandte Themen
Wells Fargo
Bank of America
Apple
Jamie Dimon
Fed

JP-Morgan-Chef Jamie Dimon zeigte sich zuversichtlich, wies aber auf die Risiken hin. Die Unternehmen seien insgesamt gesund, die Verbraucher kaufbereit. „Diese Bedingungen könnten noch einige Zeit anhalten, insbesondere dank laufender fiskalischer Stimuli, der Vorteile von Deregulierung und der jüngsten Geldpolitik der Fed“, sagte der Banker.

rtr, lah
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt