Geldanlage: So investieren Superreiche erfolgreich abseits der Börsen
München. Viele Menschen, die in diesen Tagen Geld anlegen, sind verunsichert. Nicht nur Privatanleger, sondern auch die Family-Offices von Vermögenden beschäftigen sich mit der Frage, wie sich etwa der Krieg, den Israel und die USA gegen den Iran führen, oder die erratische Zollpolitik der Vereinigten Staaten auf das ihnen anvertraute Geld auswirken werden.
Laut einer Studie des Vermögensverwalters Blackrock, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, sehen 84 Prozent der Geldverwalter reicher Familien in den multiplen geopolitischen Krisen die größte Herausforderung für ihre tägliche Arbeit. Um ein Bild von der Situation der Vermögensverwalter Superreicher zu bekommen, wurden 175 Family-Offices mit einem Gesamtvermögen von mehr als 320 Milliarden US-Dollar befragt.
Die Studie zeigt auch: Um das Geld ihrer hochvermögenden Auftraggeber zu schützen und zu vermehren, verlassen Family-Offices immer häufiger die klassischen Märkte und schichten Geld aus Aktien und Anleihen in Anlagevehikel der sogenannten Private Markets um.
Waren im vergangenen Jahr lediglich 39 Prozent der Family-Offices in diesen illiquiden Märkten aktiv, sind es aktuell mehr als 42 Prozent. Ein Trend, der sich laut Mireille Abujawdeh von Blackrock weiter verstärken dürfte. „Family-Offices wollen auf diese Weise resilienter gegenüber möglichen Schocks in der Weltwirtschaft werden“, erklärt die Leiterin des Geschäfts mit Family-Offices beim weltgrößten Vermögensverwalter.
Dabei gibt es laut Abujawdeh zwei Anlageformen, die es den Vermögensverwaltern der Superreichen besonders angetan haben. Eine davon kann auch für Privatanleger interessant sein.