Anleihen: Was Euro-Staatsanleihen Anlegern jetzt bieten
Auf dem gestiegenen Zinsniveau bringen die als sicher geltenden Anleihen europäischer Staaten wieder erkennbare Renditen.
Foto: imago images/McPHOTOFrankfurt. Am vergangenen Donnerstag erreichte die Rendite der Bundesanleihen mit zweijähriger Laufzeit zwischenzeitlich mit knapp 3,4 Prozent den höchsten Wert seit 2008. Das macht erneut deutlich: Vergessen sind die Jahre der negativen Zinsen.
Die schlechte Nachricht: Wegen der Inflation von zuletzt 6,4 Prozent liegen die realen, nach Abzug der Preissteigerung gerechneten Renditen immer noch im Minus. Die gute Nachricht: Wenn die Inflation weiter sinkt, hat das für Besitzer von Zinspapieren einen doppelt positiven Effekt:
Die Rendite steigt real, außerdem dürfte das nominale Zinsniveau wieder fallen, was die bereits auf dem Markt befindlichen Papiere mit den höheren Konditionen attraktiver macht und deren Kurs nach oben treibt. Morgan Stanley sieht daher deutsche Staatsanleihen auf Sicht von zwölf Monaten als besonders aussichtsreich an – mit einer Gesamtrendite einschließlich Kurssteigerungen von gut neun Prozent.
Kurz gesagt: Staatsanleihen sind nicht nur sicher, sondern insgesamt wieder interessant. Aber wie genau lohnt es sich, in sie zu investieren? Welche Funktion haben sie im Portfolio?