Quellensteuer: Bei Dividenden-Aktien aus drei Ländern sollten Sie aufpassen
Quellensteuer müssen deutsche Anleger im Ausland auf Aktien-Dividenden zahlen.
Foto: Mauritius, ReutersMünchen. Wer Dividenden aus dem Ausland bekommt, erlebt bisweilen eine böse Überraschung: Häufig landet weniger Geld auf dem Konto als erhofft. Das liegt an der Quellensteuer, die deutsche Anleger im Ausland auf Kapitalerträge zahlen, wenn diese im jeweiligen Land besteuert werden.
Das kann dazu führen, dass die Einnahmen doppelt besteuert werden. Denn auch der deutsche Fiskus will seinen Anteil am im Ausland verdienten Geld. „In den allermeisten Fällen können sich Anleger zu viel gezahlte Steuern rückerstatten lassen“, sagt Katharina Busch, Steuerberaterin bei der Großkanzlei Ecovis.
Denn Deutschland unterhält mit vielen Ländern Doppelbesteuerungsabkommen. Anleger, die im Ausland Dividenden kassieren, müssen dann darauf nur so viel Steuern zahlen, als würden die Zahlungen von einem heimischen Unternehmen stammen. In einigen Ländern ist es aber mühsam, die Quellensteuer erstattet zu bekommen. Das Handelsblatt erklärt, welche Optionen Anleger haben, welche Formulare sie kennen müssen und ab wann sich die Dividenden-Aktien nicht mehr lohnen.
Dividenden-Aktien: Wo ausgeschüttete Gewinne besteuert werden
Es gibt Doppelbesteuerungsabkommen mit Ländern wie den Niederlanden, in denen die Quellensteuer einfach auf die deutsche Kapitalertragsteuer angerechnet wird, sodass Anleger nichts separat regeln müssen. Dann gibt es Länder wie Großbritannien, in denen schlicht keine Quellensteuer anfällt.