Wagniskapital: Vier Wege, wie Anleger in Start-ups investieren können
Für Privatanleger sind Investments in Start-ups mit einigen Risiken verbunden.
Foto: Mauritius ImagesFrankfurt.. Kaum eine Anlageklasse ist für private Anleger so verschlossen wie der Venture-Capital-Markt (VC), also Eigenkapital-Investments in schnell wachsende, junge Unternehmen („Start-ups“). Dominiert wird das Segment von institutionellen Investoren wie etwa Pensionskassen und Versorgungswerken.
Allerdings werden die Alternativen für Privatanleger häufiger, seit einigen Jahren findet eine Demokratisierung des Angebots statt. Grundsätzlich gibt es für Anleger vier Wege in die VC-Landschaft – über Aktien von börsennotierten Wagniskapital-Gesellschaften, VC-Dachfonds und -Plattformen, Börsenmäntel (Spacs) sowie Direktbeteiligungen an Start-ups.
1. VC-Aktien
Das absolute Schwergewicht unter den Venture-Capital-Aktien ist sicherlich die Softbank Group. Die sogenannten Vision Funds von Softbank sind in Hunderten von Firmen investiert, der erste Fonds über fast 100 Milliarden Dollar kaufte sich in 92 Mega-Start-ups wie den Mobilitätsdienst Uber ein.
Die Beteiligungsgesellschaft des legendären Unternehmers Masayoshi Son durchläuft allerdings momentan eine schwierige Phase. Einige Manager haben das Haus verlassen, und die Bewertungen wichtiger Beteiligungen – angefangen bei der Alibaba Group bis zur Didi Global – sind unter Druck geraten. Die Softbank-Aktie notiert weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch und bietet somit eine vergleichsweise günstige Einstiegsgelegenheit für alle, die an Sons Geschäftsmodell glauben.