Absicherungsstrategien: Was tun, wenn's abwärts geht?
Auch, wenn es abwärts geht, können Anleger jubeln.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Euphorie an den Aktienmärkten war groß. Seit der Dax im vergangenen November die Marke von 9000 Punkten geknackt hat, kletterte er zielstrebig weiter nach oben. Ein paar Rücksetzer gab es zwar, aber viele Analysten waren überzeugt, dass auch die 10.000 Punkte bald erreicht würden. Doch es gibt auch Skeptiker, die bereits vor einem Einsturz warnen. Und die jüngsten Schwankungen nähren die Sorge. Was also tun, wenn die Rally tatsächlich gestoppt wird?
Gerade Anleger, die erst bei hohen Kursen eingestiegen sind, würde ein Kurseinbruch empfindlich treffen. Und die Geschichte lehrt: Irgendwann geht es immer wieder bergab – mal mehr und mal weniger tief, Börsenkurse bewegen sich nun mal in Zyklen, auf und ab. Deshalb kann es sinnvoll sein, das Depot abzusichern. Eine Möglichkeit: Put-Optionsscheine.
Noch sind die Deutschen sehr zaghaft. „Eine echte Absicherungsstrategie fahren nur wenige Privatanleger“, sagt Malte Rubruck von der Direktanlagebank DAB. Die meisten Kundenportfolios seien auf Chancen ausgerichtet, Risiken bleiben außen vor. „In guten Börsenmonaten geht die Strategie auf, doch wenn der Markt dreht, werden die Depots sofort mit hinunter gezogen“, so Rubruck.