Regionalbanken: Nach dem Kollaps von First Republic: Shortseller sehen bei weiteren US-Banken hohe Risiken
Die Aktien von Regionalbanken stehen erneut unter Druck.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Furcht vor einer Regionalbankkrise in den USA ist zurück: Die First Republic Bank war das dritte Institut, das binnen weniger als zwei Monaten kollabierte. Der „KBW Regional Banking ETF“, der schwerpunktmäßig in Regionalbanken investiert, ist mittlerweile auf den tiefsten Kurs seit November 2020 abgestürzt.
Wie ernst die Lage ist, zeigt sich am Verhalten der Profiinvestoren, die mit Wetten auf fallende Kurse Geld verdienen. Diese sogenannten Shortseller haben Stand 2. Mai alleine bei den 30 größten regionalen Instituten fast 14 Milliarden Dollar investiert, um von einem weiteren Kursverfall zu profitieren. Das zeigt eine Auswertung des Finanzdatenanbieters S3 Partners.
Shortseller verdienen an fallenden Kursen, indem sie sich Aktien gegen eine Gebühr ausleihen, bei denen sie Kursrisiken sehen. Dann verkaufen sie die Aktie sofort, um sie vor dem Rückgabetermin günstiger zurückzukaufen. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Rückkaufspreis ist ihr Gewinn.
Die Auswertung von S3 zeigt, bei welchen Regionalbanken diese Wetten am höchsten sind und wo sie am stärksten gestiegen sind. So haben Shortseller aktuell bei der Bankenholding Truist Financial aus Charlotte, die 2019 durch die Fusion der Branch Banking and Trust Company (BB&T) und SunTrust Banks entstand, am meisten Geld investiert, um von fallenden Kursen zu profitieren.