Privatbank: Bank Julius Bär holt neuen operativen Leiter von HSBC
Zürich. Die Bank Julius Bär wechselt den Leiter des operativen Geschäfts aus. Nach rund zehn Jahren gibt Nic Dreckmann seine Aufgabe als Chief Operating Officer (COO) am 13. April „im gegenseitigen Einvernehmen“ ab, wie der Schweizer Vermögensverwalter am Mittwoch mitteilte. Nach einer geordneten Übergabe werde er Julius Bär im Sommer 2026 verlassen.
Neuer COO werde der HSBC-Manager Jean Nabaa. Der frühere McKinsey-Berater bekleidete bei der britischen Großbank zuletzt dieselbe Funktion im Geschäft mit reichen Privatkunden. Zuvor hatte der Schweizer bei der Standard Chartered Bank und Bank of America Merrill Lynch COO-Posten inne.
Nabaa solle beim Konzernumbau helfen, erklärte Konzernchef Stefan Bollinger. „Jean Nabaa wird in seiner Rolle als COO maßgeblich dazu beitragen, die operative Exzellenz, die Optimierung von Prozessen sowie technologische Fortschritte und Innovationen voranzutreiben.“ Die Ernennung müsse noch von den Behörden genehmigt werden.
Der frühere Goldman-Sachs-Banker hatte das Steuer bei Bär vor einem Jahr übernommen. Nachdem Bär unter seinen Vorgängern vom Zusammenbruch des Immobilienkonglomerats Signa des Tiroler Investors Rene Benko getroffen worden war, verordnete Bollinger dem Unternehmen ein strengeres Risikomanagement und krempelte das Management um. Auch beim Verwaltungsratspräsidium gab es einen Wechsel. Der frühere HSBC-Konzernchef Noel Quinn stieß im April zu Bär.
Der Vermögensverwalter aus Zürich schafft nun auch eine neue Funktion Group Communications, die von Cindy Leggett-Flynn übernommen werde. Sie beginne im Januar 2026 bei Julius Bär und werde direkt an den CEO berichten. Leggett-Flynn hatte im Januar 2023 und damit rund zwei Monate vor dem Untergang der Credit Suisse das Amt der Kommunikationschefin bei der inzwischen von der UBS übernommenen Großbank übernommen.