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Schweizer GroßbankEx-Credit-Suisse-Chef Thiam verdient wegen Beschattungsfall weniger

Die Gesamtvergütung von Thiam ist auf 10,7 Millionen Franken gesunken. Grund dafür ist der Beschattungsskandal, unter dem das Image der Bank gelitten hat.Michael Brächer 25.03.2020 - 10:06 Uhr aktualisiert

Der Ex-Credit-Suisse-Chef gehört immer noch zu den bestbezahlten Bankmanagern in Europa.

Foto: AFP

Zürich. Monatelang sorgte die Schweizer Großbank Credit Suisse mit einer Beschattungsaffäre für Schlagzeilen. Nun wird bekannt, dass der Skandal den abgetretenen Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam einen Teil seines Bonus kostet: Die Gesamtvergütung Thiams für das Geschäftsjahr sank 2019 auf 10,72 (2018: 12,65) Millionen Franken, wie dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist.

Der französisch-ivorische Manager verdient damit rund 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Thiam wurde zwar kein Fehlverhalten nachgewiesen, der Ruf der Bank hat unter seiner Führung aber dennoch gelitten.

Im vergangenen Herbst war publik geworden, dass die Bank hochrangige Mitarbeiter von Privatdetektiven überwachen ließ. Interne Untersuchungen fanden aber keinen Beleg dafür, dass Thiam in die Spitzelaffäre eingebunden war.

Im Geschäftsbericht heißt es nun sogar, Thiam sei bezüglich seiner Verhaltens- und Ethikstandards im vergangenen Jahr mit gutem Beispiel vorangegangen. „Aber in Anerkennung der Tatsache, dass der Überwachungsfall einen erheblichen Einfluss auf die Gruppe hatte, erreichte er bei der nichtfinanziellen Leistung nicht die volle Punktzahl.“

Thiam geht aber als sogenannter „Good Leaver“. Er behält also Ansprüche aus seinen langjährigen Vergütungsprogrammen, sofern ihm nicht doch noch ein Fehlverhalten nachgewiesen wird.

Trotz der jüngsten Abstriche zählt Thiam weiter zu den bestbezahlten Bankmanagern in Europa. Übertroffen wird er allerdings noch von Sergio Ermotti. Der Chef des Erzrivalen UBS strich für das vergangene Jahr 12,5 Millionen Franken ein.

Praktisch unverändert ist die Vergütung von Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner, der 4,72 Millionen Franken erhält. Rohner tritt im Frühjahr 2021 zurück, bekräftigte die zweitgrößte Schweizer Bank und trat damit anderslautenden Medienspekulationen entgegen. Die Suche nach einem Nachfolger sei auf gutem Weg.

Neu in den Verwaltungsrat einziehen soll Richard Meddings. Der Chairman der britischen TSB Bank ist nach seiner Wahl auf der Generalversammlung vom 30. April als Vorsitzender des Audit Committee vorgesehen.

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Insgesamt bleibt der Bonuspool der Credit Suisse fast unverändert: Sie schüttet rund 3,17 Milliarden Franken an ihre Spitzenleute aus, das ist ein Prozent weniger als im Vorjahr.

Mit Agenturmaterial.

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