Dax-Prognose 2023: 20 Strategen erklären, was sie 2023 für den Dax erwarten
Viele Experten erwarten, dass es an den Aktienmärkten im neuen Jahr erst noch einmal abwärtsgeht, bevor die Kurse wieder steigen. Wie geht es mit dem Dax weiter?
Foto: IMAGO, AP,Frankfurt. Jerome Powell und Christine Lagarde haben den Anlegern die Vorweihnachtsfreude genommen. Die Ankündigungen des Chefs der US-Notenbank (Fed) und der Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), dass die Zinsen auch im nächsten Jahr weiter steigen und an Zinssenkungen noch nicht zu denken ist, stoppten die Erholung an den Börsen.
Strateginnen und Strategen bei Banken und Fondshäusern hatten in ihren Jahresausblicken schon vor den jüngsten Sitzungen der großen Notenbanken mit einer Fortsetzung der Zinserhöhungen gerechnet. Deshalb erwarten viele Experten, dass es an den Aktienmärkten im neuen Jahr erst noch einmal abwärtsgeht, bevor die Kurse wieder steigen.
„2023 dürfte ein besseres, aber kein einfacheres Jahr werden“, sagt Bernd Mayer, Chefanlagestratege bei der Privatbank Berenberg. Für Ende kommenden Jahres rechnet Mayer mit einem Dax-Stand von 15.700 Punkten. Damit ist er sogar noch etwas optimistischer als andere Häuser. Ein Überblick über die Dax-Prognosen 2023 von 20 Banken und Fondsgesellschaften.
Dax-Prognosen 2023: Dax-Potenzial von zehn Prozent
Im Schnitt gehen die Strategen davon aus, dass der Dax Ende nächsten Jahres bei 15.260 Punkten notieren wird. Das entspräche aus aktueller Sicht einem Aufschlag von knapp zehn Prozent. Ein Dax-Rekord ist nicht zu erwarten. Die Helaba und Julius Bär als die optimistischen Banken gehen davon aus, dass der Dax Ende 2023 „nur“ bei 16.000 Punkten stehen wird. Damit würde der Rekordstand von 16.290 Punkten nicht geknackt.