EZB: Die Preisentwicklung spricht für eine bevorstehende Zinspause
Sintra, Düsseldorf. Die Preisentwicklung im Euro-Raum ebnet den Weg für eine Zinspause bei der nächsten Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Demnach verteuerten sich die Verbraucherpreise im Juni um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das geht aus einer ersten Schätzung des Statistikamts Eurostat am Dienstag hervor.
Die Teuerungsrate liegt damit exakt auf dem Niveau, das die Währungshüter als optimal erachten. Im Mai lag sie noch knapp darunter. Den leichten Anstieg hatten Experten erwartet, wenngleich der Preisdruck etwa in Deutschland leicht schwächer ausfiel als erwartet.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde will den finalen Sieg über die Teuerung aber noch nicht verkünden. „Die Mission ist noch nicht erfüllt“, sagte sie am Dienstag auf einem Panel der EZB-Konferenz in Sintra. „Aber ich sage: Ziel erreicht.“ In dieser Woche kommen die wichtigsten Notenbanker wie in jedem Jahr in Portugal zusammen.
Nunmehr deutet sehr viel darauf hin, dass der EZB-Rat, das Entscheidungsgremium der Notenbank, die Zinsen im Euro-Raum bei seiner Sitzung am 24. Juli nicht antastet.