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InflationEZB erwartet Preisschub – aber nur für einen kurzen Zeitraum

In der Öffentlichkeit geht die Sorge vor einem Preisanstieg um. Von diesem geht zwar auch die EZB aus, Grund für Inflationsangst sieht sie aber nicht.Martin Greive, Frank Wiebe und Jan Mallien 07.04.2021 - 18:30 Uhr Artikel anhören

Die meisten Ökonomen erwarten wie die EZB, dass die Inflation in Deutschland und im Euro-Raum nach 2021 nach einem kurzfristigen Anstieg wieder deutlich niedriger ausfällt.

Foto: dpa

Frankfurt, Berlin. Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet in den nächsten Monaten deutlich steigende Preise – allerdings nur für einen kurzen Zeitraum. In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt schreibt EZB-Chefvolkswirt Philip Lane: Vorübergehende Preisanstiege ließen sich „auf eine Vielzahl temporärer Faktoren zurückführen, die allesamt keinen Einfluss auf die mittelfristige Inflationsdynamik haben dürften“. In den nächsten Jahren werde die Inflation deutlich unter dem angestrebten Ziel von zwei Prozent bleiben.

Gerade in der deutschen Öffentlichkeit ist die Sorge verbreitet, dass die hohen Staatsausgaben im Kampf gegen die Corona-Pandemie, gepaart mit der lockeren Geldpolitik der EZB, eine Preisspirale in Gang setzen könnten.

Auch in den USA wird angesichts der gigantischen Stützungsprogramme der neuen Regierung über einen möglichen Inflationsschub diskutiert. Der Vorstoß von Lane kann daher als Versuch gewertet werden, schon im Vorhinein Inflationssorgen zu dämpfen. Solche Ängste könnten durch kurzfristige Preissteigerungen entstehen und die EZB unter Druck setzen, die Geldpolitik zu straffen.

Der erwartete kurzfristige Preisschub birgt die Gefahr, dass es zu Missverständnissen kommt, glaubt auch Bert Rürup, der Chef des Handelsblatt Research Institute. Er befürchtet eine „angstbesetzte Debatte“, seiner Meinung nach hat die EZB vor allem in Deutschland ein Kommunikationsproblem. Der US-Experte Adam Posen hatte gewarnt, dass die US-Debatte auf Europa übergreifen und sich hier schädlich auswirken könnte.

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