Balkonkraftwerk: Wann sich ein Stromspeicher für die Mini-Solaranlage lohnt
Berlin. Die Nachfrage nach Balkonkraftwerken in Deutschland boomt. Mehr als eine Million solcher Mini-Solaranlagen sind inzwischen in Betrieb, allein im ersten Halbjahr 2025 wurden gut 220.000 neue Geräte bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Vereinfachte gesetzliche Rahmenbedingungen, die gefallenen Preise für Photovoltaikmodule und ein wachsendes Bewusstsein für Energieautarkie befeuern das Interesse an den Geräten.
Wer tagsüber selten zu Hause ist, hat allerdings ein Problem: Um mit dem Minikraftwerk richtig zu sparen, muss der Solarstrom in dem Moment verbraucht werden, in dem er produziert wird. Denn anders als bei großen Photovoltaikanlagen erhalten Besitzer von Balkonkraftwerken in der Regel keine Einspeisevergütung für Strom, der ins Netz fließt.
„Damit ist der überschüssige Strom verschenkt. Es liegt daher nahe, ihn zu speichern und zu nutzen“, sagt Joseph Bergner, Mitglied der Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin.
Das haben auch die Hersteller von Stromspeichern erkannt und richten sich zunehmend auch an Haushalte mit Balkonkraftwerk. So hat das österreichische Unternehmen EET gerade einen Batteriespeicher auf den Markt gebracht, der sich einfach in die Steckdose einstecken lässt – ohne Installateur und zusätzliche Hardware. Der Hersteller verspricht: Dank einer patentierten Technologie kann das Gerät als erster Speicher überhaupt den Stromverbrauch ohne separate Messtechnik erkennen und den Haushalt bedarfsgerecht mit gespeichertem Strom versorgen.