Photovoltaik: Was Onlinetools zur Planung von Solaranlagen wirklich können
- Kostenlose, herstellerunabhängige Rechner im Internet versprechen Hilfe bei der Planung einer Solaranlage.
- Wer bei ihrer Nutzung einige Punkte beachtet, erhält eine brauchbare erste Einschätzung zu Stromertrag und Wirtschaftlichkeit.
- Eine Detailplanung durch Fachleute ersetzen die Tools jedoch nicht.
Berlin. Viele Hauseigentümer wollen wissen, ob ihr Dach für eine Solaranlage geeignet ist, wieviel Ertrag sie liefern könnte und wann sich die Anschaffung rechnet. Kostenlose Tools im Internet versprechen Antworten auf diese Fragen. Doch wo helfen sie weiter und wo lauern Fallstricke? Das haben wir anhand eines Mustergebäudes mit durchschnittlichen Eckdaten untersucht.
Unser Beispiel-Einfamilienhaus mit einem Satteldach verfügt über eine Dachfläche von 80 bis 120 Quadratmeter. Es steht in Paderborn, einer Stadt mit mittlerer Sonneneinstrahlung. Unser Musterhaushalt verbraucht 3900 Kilowattstunden Strom im Jahr. Das entspricht laut Stromspiegel der gemeinnützigen Beratungsorganisation Co2online dem Durchschnitt eines Dreipersonenhaushalts in einem Einfamilienhaus der Effizienzklasse D.
Mit Experten haben wir besprochen, wie unsere Beispielfamilie bei der Planung einer Solaranlage sinnvoll vorgehen kann.
Photovoltaik-Anlage: Erste Anlaufstelle Solarkataster
„Sehr hilfreich zu Beginn der Planungen ist ein Solarkataster“, sagt Jörg Sutter, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS). „Viele Bundesländer und auch Kommunen bieten ein solches Kartenprogramm mit einer Datenbank im Hintergrund an.“ Eine Liste mit den Katastern von 13 Bundesländern findet sich beispielsweise auf der Internetseite des Solarenergie-Fördervereins Deutschland.