Photovoltaik: Wann sich ein Batteriespeicher für die Solaranlage lohnt
- Etwa zwei Millionen PV-Anlagen auf Gebäuden haben keinen Batteriespeicher. Der lässt sich jederzeit nachrüsten, sodass die Immobilieneigentümer zu Hause mehr selbst erzeugten Solarstrom nutzen können.
- Die Preise für die Speicher sind stark gefallen und sollen weiter sinken.
- Wir erklären, wann sich eine nachträgliche Anschaffung lohnt und was dabei zu beachten ist.
Berlin. Wer selbst Solarstrom erzeugt, spart Geld. Ungefähr zehn Cent kostet die Kilowattstunde mit einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf dem Dach. Ohne Elektroauto oder Wärmepumpe kann ein Haushalt den günstigen Strom aber nur zu etwa 30 Prozent nutzen.
Das lässt sich mit einem Batteriespeicher ändern. Tagsüber wird Solarstrom gespeichert und ab den Abendstunden genutzt – auf diese Weise erhöht sich der Eigenverbrauch auf 60 bis 70 Prozent. „Das ist ein schlagkräftiges Argument, denn ich habe mehr von meinem eigenen Solarstrom und bin relativ unabhängig von steigenden Strompreisen", sagt Jörg Sutter von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), einem Verbraucherschutzverband für Betreiber von Photovoltaikanlagen.
Mehr als 80 Prozent der PV-Anlagen auf Dächern gehen heute mit einem Speicher in Betrieb, heißt es beim Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Das war lange Zeit anders: Als die ersten Geräte aus Lithium-Ionen-Zellen im Jahr 2011 auf den Markt kamen, griffen PV-Betreiber zunächst nur zögerlich zu.
Wer das bereut, kann nachrüsten. Produziert die PV-Anlage genügend Stromüberschüsse, rechnet sich unter Umständen die Installation eines Speichers. Zwei Dinge sollten dabei erfüllt sein, sagt DGS-Geschäftsführer Jörg Sutter: Das Gerät müsse zur Größe der PV-Anlage passen und günstig sein. „Es ist nicht so, dass sich ein Batteriespeicher automatisch lohnt", fügt er hinzu.