Insolvenz: René Benko zu zwei Jahren Haft verurteilt
Innsbruck. Der österreichische Immobilieninvestor René Benko muss zwei Jahre ins Gefängnis, weil er Gläubigern 300.000 Euro vorenthalten hat. Das Landesgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass Benko mit der Rückgabe einer Schenkung an seine Mutter die Insolvenzmasse schmälern wollte.
Benko hatte die 300.000 Euro im Herbst 2023 seiner Mutter geschenkt. In dieser Zeit habe er sich bereits in schwieriger Finanzlage befunden, begründete die Vorsitzende Richterin Andrea Wegscheider am Mittwochnachmittag das Urteil.
„Wir brechen es auf das Einfachste herunter“, sagte Wegscheider. „Benko hat von der Mutter ein Geschenk bekommen und er hat ohne irgendeinen Grund einen Teil zurücküberwiesen. Damit ist es erledigt, das reicht für die Krida.” Hinter diesem Begriff verbirgt sich im österreichischen Recht eine Bankrott-Straftat. Die Schenkung hinterlasse den Eindruck, Benko habe das Geld sichern wollen, „aber nicht bei sich selbst“, sagte Wegscheider.
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Auch dass Benko und seine Mutter erst Wochen nach den Überweisungen einen Schenkungsvertrag unterschrieben, kommentierte die Vorsitzende Richterin. Sie hätten wohl versucht, „dem Geld ein anderes Mascherl zu geben“. Chats bewiesen, dass Benko über jede Zahlung in seinem Umfeld Bescheid gewusst habe.