Anleihen: Wie Wandelanleihen von steigenden Zinsen profitieren
München. Richtig gut lief es für Wandelanleihen zuletzt nicht. Laut Ratingagentur Morningstar brachte der Referenzindex Refinitiv Global Convertible Bond Index in US-Dollar gerechnet im Jahr 2021 ein Minus von 3,25 Prozent, 2022 lag das Minus bei rund zwei Prozent und im vergangenen Jahr reichte es nur für ein mageres Plus von 1,9 Prozent.
Zwei Faktoren waren es, die Wandelanleihen seit 2022 stark beeinträchtigten: zum einen die steigenden Zinsen, die Convertible Bonds – wie alle Anleihen – unter Druck brachten. Zum anderen, dass sich die Aktien kleiner und mittelgroßer Firmen, die zu den wichtigsten Emittenten dieser Papiere zählen, in dieser Zeit schlecht entwickelten.
Doch scheint sich eine Änderung abzuzeichnen, wie sich an der Entwicklung von Wandelanleihefonds seit Jahresbeginn ablesen lässt: Die meisten brachten wieder ansehnliche Renditen.
„Was wir derzeit – anders in den vergangenen Jahren – sehen, ist ein Umfeld, in dem wir wieder normalere Zinsen, Aktienbewertungen und Credit-Spreads haben und in dem Wandelanleihen, auch aufgrund höherer Coupons, wieder ein günstigeres Risiko-Ertrags-Verhältnis bieten“, sagt Léonard Vinville, Fondsmanager des M&G Global Convertibles Fund.